Tuntenhausen – Über den Strombezug für die Gemeinde Tuntenhausen ab Januar 2027 beriet der Gemeinderat kürzlich. Für die neue Periode rechnet die Gemeinde mit sinkenden Stromkosten.
Wie Bürgermeister Georg Weigl ausführte, bezieht die Gemeinde seit Anfang Juli den Strom für die gemeindlichen Abnahmestellen überwiegend von der Mangfalltal Energie GmbH. Zwei Abnahmestellen werden dabei von den Stadtwerken Dettendorf versorgt. Diese Verträge laufen am 31. Dezember 2026 aus. Nunmehr steht die Ausschreibung für die Periode ab 2027 an. Die Firma re-sult AG aus Regensburg organisiert das Ausschreibeverfahren für die Gemeinden Feldkirchen-Westerham, Bruckmühl, Bad Feilnbach, Großkarolinenfeld und Tuntenhausen.
„Wir haben einen Gesamtstromverbrauch von etwa einer Million Kilowattstunden jährlich“, betonte Weigl. Ausgehend vom aktuellen Strompreis von rund 23 Cent/kWh brutto ergeben sich dabei Jahreskosten von rund 230.000 Euro.
Derzeit werden die Ausschreibungsunterlagen vorbereitet. Darin ist eine Vertragslaufzeit von zwei Jahren plus Optionsmöglichkeit für weitere zwei Jahre sowie der Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien enthalten. „Auch wenn der Strombezug erst ab 1. Januar 2027 vergeben wird, rät die Firma re-sult schon jetzt zur Ausschreibung, da die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt hat, dass weit in die Zukunft reichende Verträge meist bessere Konditionen enthalten“, klärte Weigl auf.
Der Zeitplan sieht deshalb vor, dass es Ende November zur Angebotsöffnung kommt. In der ersten Dezember-Woche ist dann die Zuschlagserteilung vorgesehen. Nachdem in dieser Woche keine Gemeinderatssitzung stattfindet, sollte der Bürgermeister bereits jetzt zur Vergabeentscheidung bevollmächtigt werden, so der Vorschlag der Verwaltung.
Johannes Lechner (CSU/ FW) fragte, ob die Annahmestellen getrennt seien. Weigl: „Ja, wir haben insgesamt an die 70 Abnahmestellen.“ Ferner fragte Lechner, ob mit steigenden Stromkosten gerechnet wird. Weigl: „Wir rechnen mit einer abwärts gerichteten Preisentwicklung.“
Da es keine weiteren Fragen zu dem Thema gab, kam es schnell zur Abstimmung. Einstimmig bevollmächtigte der Gemeinderat dann Bürgermeister Weigl, über den Strombezug für 2027 zu entscheiden.