Bad Aibling – Das von der AIB-Kur ausgerichtete Bad Aiblinger Adventssingen, das heuer am Sonntag, 14. Dezember, um 19 Uhr im Kurhaus beginnt, gehört zu den absoluten Höhepunkten im Veranstaltungskalender der Stadt. Bei einer Frau, die seit mehr als einem Jahrzehnt viel Herzblut und eine stattliche Anzahl ehrenamtlich geleisteter Stunden in diese Veranstaltung investiert, laufen im Hintergrund alle Fäden für die Traditionsveranstaltung zusammen: Bärbel Merk.
Herzstück der Veranstaltung: das Krippenspiel
Sie stellt nicht nur das Programm zusammen und organisiert die Mitwirkenden, sie schreibt auch die Texte für das Krippenspiel, probt monatelang mit den Hirtenkindern und den erwachsenen Darstellern und kümmert sich darüber hinaus um etliche organisatorische Fragen, die im Zusammenhang mit dem Singen zu klären sind.
Zehn Anspiele, die zwischen den Gesangsdarbietungen und den Musikstücken platziert werden, umfasst das Krippenspiel heuer. „So viele wie dieses Jahr hatten wir noch nie. Wir proben seit Oktober und sind fast ein bisserl spät dran“, sagt Merk. Sollte es erforderlich sein, wird die Probearbeit deshalb kurz vor dem Auftritt intensiviert.
Zehn junge Mädchen und Buben aus den Reihen des Trachtenvereins Edelweißer Bad Aibling, von denen sechs eine Sprechrolle haben, und vier Erwachsene üben bei Bärbel Merk zu Hause derzeit nicht nur ihre Texte, sondern auch die erforderliche Mimik und Gestik ein.
Die letzten beiden Proben aller Mitwirkenden finden dann im Plattlerraum des Mietrachinger Vereinsheims statt. „Am Samstag vor der Veranstaltung steht die Generalprobe im Kurhaus auf dem Plan. Da ist dann auch der Bühnenaufbau bereits vorhanden“, berichtet die Organisatorin.
Dass die Probearbeit vor allem den Kindern auch richtig Spaß macht, dafür sorgen sie und eine Schar fleißiger Mütter, die sie unterstützen. „Da gibt es immer eine Brotzeit. Die richtet jedes Mal eine andere Mama her“, berichtet Merk.
„Der Ablauf und die Übergänge müssen stimmig sein“, begründet sie, warum sie bis kurz vor Schluss immer noch ein wenig an ihren Texten feilt. Bewusst setzt sie darauf, dass die Darsteller bei den einzelnen Szenen immer wieder mal durch den großen Saal in Richtung Bühne gehen. „Die Leute kriegen das Krippenspiel so richtig hautnah mit“, betont Merk.
Besonders dankbar ist sie Hedwig Halbig „als große Stütze“ hinter der Bühne. Halbig kümmert sich unter anderem um die Ausstattung mit Mikrofonen und sorgt dafür, dass die Laiendarsteller bei ihren Auftritten in der richtigen Position stehen. „Da ist Sorgfalt gefragt. Die legen schon einige Meter an diesem Abend zurück“, so Merk. Sie steht während der Veranstaltung ebenfalls hinter dem Bühnenvorhang und ist als Souffleuse zur Stelle, wenn einer der Akteure im Text nicht weiterweiß.
Etwas, was ganz wichtig ist, von den Zuhörern im Saal aber nicht bemerkt werden darf: „Die Kinder müssen zwischen ihren Auftritten in der Zeit, in der gespielt und gesungen wird, bespaßt werden“, sagt Bärbel Merk. Da gebe es Mütter, die ihnen zum Teil aus einem Buch vorläsen. Da sei aber auch schon Schafkopf hinter der Bühne gespielt worden, verrät die Organisatorin ein kleines Geheimnis. „Das alles funktioniert nur mit vielen helfenden Händen“, räumt Merk freimütig ein.
Besonders gefreut hat sie, dass sie Erika Dettendorfer vom weit über die Region hinaus bekannten Drei-Winkel-Gsang zu sich nach Hause eingeladen hat, und die beiden Frauen gemeinsam bei einer Tasse Kaffee den Auftritt der Gruppe abgestimmt haben. „Das ist eine Ehre und nicht selbstverständlich“, sagt Merk. Ähnlich lief das mit Gabi Gröbmeier vom ebenfalls mitwirkenden Kirchenchor Tuntenhausen.
Auch wenn die Belastung und die Anspannung vor dem Adventssingen groß sind, Bärbel Merk sieht in ihrer ehrenamtlichen Arbeit hierfür „eine schöne Beschäftigung, die einen Reiz ausübt“. Kurdirektor Thomas Jahn ist jedenfalls sehr dankbar für ihr Engagement.
„Das Bad Aiblinger Adventssingen ist seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil unseres Kulturprogramms und immer wieder ein ganz besonderer Abend. Frau Merk und ihr unglaubliches Gespür für die Mitwirkenden, gerade auch die Kinder, aber auch die dazu passenden Musikgruppen und die Auswahl der Musik sorgen für die perfekte weihnachtliche Stimmung. Ich kann ihr nicht genug danken für diesen unglaublichen Einsatz“, ist Jahn voll des Lobes.
Der Kurdirektor kann übrigens bereits jetzt beruhigt auf das Adventssingen im nächsten Jahr blicken. „Die Grobplanung für 2026 habe ich bereits im Kopf“, verrät Merk.