Bad Feilnbach – Großes Anliegen von Bad Feilnbachs Bürgermeister Max Singer ist es, sich mit Senioren aus seiner Gemeinde auszutauschen. Überaus zahlreiche Bürger der Generation „60 Plus“ folgten einer Einladung des Rathauschefs, der Seniorenbeauftragten Petra Haupt sowie der Sachbearbeiterin im Sozialamt Veronika Gasteiger und sorgten für einen brechend vollen Rathaussaal. Zugegen, um auch Fragen zu beantworten, waren die Vorsitzende des Awo-Ortsvereins Au-Bad Feilnbach, Karin Freiheit, sowie Dr. Christoph Thim vom Arbeitskreis Pflege.
Wünsche, Sorgen und
rechtliche Hürden
In den vergangenen Jahren werteten Bad Feilnbachs Senioren es als wertschätzend, wenn sie sich zu runden Geburtstagen, goldenen oder diamantenen Hochzeiten auf der letzten Seite der Gemeindezeitung wiederfanden. Aus datenschutzrechtlichen Gründen sowie aufgrund einzelner Beschwerden bezüglich Veröffentlichungen wurde dieser Service eingestellt, wie Bürgermeister Singer antwortete. Auch der Wunsch nach Altglascontainern in der Ortsmitte könne aufgrund von Ärger der Anlieger, ungebetenem Müll und Unrat nicht erfüllt werden.
Das Konzept zum Projekt „Pflegeheim“ befinde sich nach Auskunft von Dr. Christoph Thim auf gutem Wege. Die Gemeinde habe ein Grundstück auf der Biechlwiese erworben, und auch die Regierung von Oberbayern äußerte sich positiv zu dem Vorhaben, von dem auch Allgemeinärzte und Fachärzte profitieren würden.
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember geht der „Alpenbus“ von Bad Tölz nach Rosenheim in Betrieb. Im Stundentakt hält er an den Bushaltestellen Au sowie am Busbahnhof Bad Feilnbach. Inzwischen wurde zur Verbesserung der Barrierefreiheit im Rathaus der langersehnte Treppenhublift zwischen Einwohnermeldeamt und Sitzungssaal eingebaut und von manchen Senioren getestet und für gut befunden. Genutzt werden kann die Beförderungshilfe von jedem Bürger mit körperlichen Einschränkungen, Rollstuhlfahrern und Benutzern von Rollatoren. Bemängelt wurde die barrierefreie Nutzung des Lifts im Heimgarten, der ausschließlich vom Hausmeister bei Bedarf bedient wird.
Probleme bereitet die Parksituation mit ungenügender Einsicht in den fließenden Verkehr an der Ecke Gartenstraße zur Kufsteiner Straße. In der Kritik stand auch der Bereich Hans-Zeitler-Straße am Tannenhof aufgrund parkender Campingwagen und Reisemobile.
Nach Auskunft von Bürgermeister Singer kontrolliert der kommunale Zweckverband laufend die Verkehrssituation in Bad Feilnbach.
Über eine eventuelle Zickzack-Markierung im Bereich der Sparkasse werde diskutiert. In Kürze startet die sechsmonatige Testphase einer Einbahnregelung in der Gartenstraße von der Kranzhornstraße bis zur Kurapotheke. Für die Parkflächen am Tannenhof und die dortige Grundstücksausfahrt ist die Wohngemeinschaft zuständig.
Verkehr und
Parksituation im Fokus
Thema der konstruktiven Runde war auch das „Senioren-Taxi“, mit dem zum Besuch ambulanter Fachärzte nicht nur Raubling oder Bad Aibling, sondern auch Rosenheim angesteuert werden kann. Probleme bei einer Erweiterung der Fahrstrecke bereiten die hohen Taxikosten, deren spezielle Fahrten vom Landratsamt Rosenheim genehmigt werden müssen. Eine lukrative Alternative, um nach Rosenheim zu gelangen, biete der Alpenbus.
Weitere Anliegen der Senioren waren Sitzbänke an den Wanderwegen (Moosmühle, Reithofpark, Lippertskirchen und Bergschlössl-Hoferalm) sowie die Störung der Mittagsruhe in Bad Feilnbach, etwa durch Rasenmähen, Laubbläser und andere störende Geräusche.