Peter Biebl zum neuen Vorsitzenden gewählt
Der neue Vorstand: (von links) Vorsitzender Peter Biebl, Kassier Adrian Maier, Josef Wörndl, Zweiter Vorsitzender Klaus Dank und Schriftführer Josef Steininger. Foto RE
Jahresversammlung des Veteranen- und Kriegervereins Feldkirchen – Josef Wörndl gibt Amt nach 34 Jahren ab
Feldkirchen-Westerham – Zu ihrer Jahresversammlung trafen sich die Mitglieder des Veteranen- und Kriegervereins Feldkirchen. Vorsitzender Josef Wörndl eröffnete die Versammlung und begrüßte die Anwesenden. Es folgte der Bericht des Schriftführers über das abgelaufene Vereinsjahr.
Der Kassenbericht von Kassier Adrian Maier zeigte, dass der Verein eine solide finanzielle Grundlage besitzt. Nach dem Bericht von Kassenprüfer Jakob Kröll erteilte ihm die Versammlung einstimmig die Entlastung.
Für die anstehenden Neuwahlen wurde Theo Biller von der Versammlung als Wahlleiter bestimmt. Josef Wörndl erklärte, das Amt des Vorsitzenden, das er 34 Jahre ausgeübt hatte, abgeben zu wollen. Peter Biebl stellte sich zur Verfügung und wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Einstimmig wurde sodann das Amt des Zweiten Vorsitzenden an Klaus Dank übertragen sowie Adrian Maier und Josef Steininger in ihren Ämtern als Kassier und Schriftführer bestätigt. Die Fahnenabordnung, die ebenfalls einstimmig gewählt wurde, setzt sich zusammen aus Klaus Dank, Robert Gröbmeyer, Vinzenz Pusch und Rainer Spielvogel. Vervollständigt wird der Vorstand durch die Kassenprüfer Jakob Kröll und Helmut Rohbogner.
Peter Biebl sprach seinem Vorgänger Josef Wörndl seinen Dank für seine langjährige Tätigkeit aus und kündigte verstärkte Anstrengungen an, jüngere Leute, auch ungediente, für den Verein und seine Werte zu interessieren. Gemeinsam ehrten beide anschließend Siegfried Wieland für 60-jährige Treue zum Verein mit einer Urkunde.
Die Vereinsmitglieder Oberstleutnant Konrad Herborn und Major Michael Lerchenmüller hielten im Anschluss kurze Vorträge zur Lage der Bundeswehr. Michael Lerchenmüller führte die hochwertige Kampfausrüstung eines heutigen Bundeswehrsoldaten vor.
Aus den Ausführungen der beiden Offiziere ging hervor, dass die Bundeswehr jetzt finanziell gut ausgestattet ist und erstklassige Ausrüstung bekommt, aber vor allem ein Personalproblem hat. Trotz sehr guter finanzieller Angebote sei es schwierig, brauchbare Leute zu gewinnen. Zurückgeführt wird dies unter anderem darauf, dass der Bevölkerung der Ernst der Bedrohung durch Russland noch nicht wirklich bewusst geworden sei, trotz laufender Cyber- und Drohnenangriffe und rasant verlaufender russischer Aufrüstung.
Noch immer habe das Militär einen zu geringen Stellenwert in der Aufmerksamkeit und Wertschätzung der Bürger. Die Offiziere riefen dazu auf, sich in dieser Hinsicht, etwa bei Gesprächen im Bekanntenkreis, für eine entsprechende Änderung des Bewusstseins einzusetzen.