Mädchen (10) in Not: Feuerwehr rückt mit Spezialwerkzeug an

Nur mit einem Spezialwerkzeug konnte die Feuerwehr den Ring vom Finger lösen. Foto Feuerwehr

Nur mit einem Spezialwerkzeug konnte die Feuerwehr den Ring vom Finger lösen. Foto Feuerwehr

Ungewöhnlicher Einsatz in der Notaufnahme in Bad Aibling – Ring verhindert ärztliche Behandlung

Bad Aibling – Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde die Feuerwehr zu nächtlicher Stunde in die Notaufnahme des Bad Aiblinger Krankenhauses gerufen. Dort baten die Eltern eines zehnjährigen Mädchens, das sich eine Fingerverletzung zugezogen hatte, um medizinische Hilfe. Ein Ring, den das Kind am verletzten Finger trug, erwies sich dabei als großes Hindernis für die Versorgung.

Alle Bemühungen des Krankenhauspersonals, den Ring vorsichtig von dem dick geschwollenen Finger zu lösen, blieben erfolglos. Deshalb wurde die Feuerwehr gegen 1.50 Uhr zur Hilfe gerufen, die mit drei Einsatzkräften und Spezialwerkzeug anrückte.

Auch für die Floriansjünger erwies sich die Abnahme des Rings als große Herausforderung. „Der war aus Edelstahl und ließ sich mit einem üblichen Ringschneider nicht auftrennen“, berichtet Bad Aiblings Feuerwehrkommandant Reinhard Huber.

Schließlich mussten die Feuerwehrler einen sogenannten Dremel-Kreis- und Parallelschneider einsetzen, um den Ring vom Finger des Mädchens zu lösen. „Um die Verletzung nicht zu verschlimmern, mussten wir äußerst behutsam vorgehen“, sagt Huber. Gleichzeitig sei eine gewisse Eile geboten gewesen, um eine zu lange Beeinträchtigung der Durchblutung des Fingers zu verhindern.

Nach etwa einer Stunde war der Ring schließlich vom Finger gelöst, und die Behandlung der Zehnjährigen konnte zum Abschluss gebracht werden. Norbert Kotter

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Samstag, 11. Juli 2026
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