Bad Feilnbach – Als voller Erfolg gestaltete sich nach einem neuen Konzept die diesjährige Bürgerversammlung der Gemeinde Bad Feilnbach. Unter dem Motto „Probieren geht über Studieren“ konnten sich Bürger anhand von ausführlichen Rechenschaftsberichten erstmals an Informationsständen vor dem Rathaus einen Überblick über ihre Gemeinde verschaffen.
Präsentationen
aufgebaut
Mitarbeiter einzelner Fach- und Sachgebiete, einschließlich Bauhof und Kläranlage der Gemeinde, sowie führende Vertreter der „Mangfalltal-Energie“ und „MW Biomasse“ hatten dazu ihre Präsentationen aufgebaut und beantworteten kompetent Fragen der Bürger.
Bürgermeister Max Singer erklärte den zahlreichen Bürgern im vollbesetzten Rathaussaal einleitend, dass er die Idee dazu während einer Tagung durch seinen Amtskollegen Bürgermeister Hans-Jörg Birner aus Kirchanschöring kennengelernt habe. Die Gemeinde zähle derzeit 8.700 Einwohner, 82 Vereine, 1.105 Gewerbebetriebe, 2.053 vorhandene Wohngebäude und 3.708 Wohnungen.
Die Verwaltungs- und Vermögenshaushalte seien nahezu stabil. Die Gesamtverschuldung liege derzeit bei 12.045.812 Euro und die Pro-Kopf-Verschuldung aktuell bei 1.416 Euro. Verwaltung und Gemeinderat planen die Verringerung der Schulden. Das Gesamtvermögen umfasst 87.097.968 Euro und das Pro-Kopf-Vermögen 10.242 Euro.
Bestens versorgt sind Bad Feilnbachs jüngste Gemeindebürger bis zum sechsten Lebensjahr in den sieben Einrichtungen zur Kinderbetreuung in Kindergärten und Kindertagesstätten. In den Schulen Au und Bad Feilnbach wird die Mittagsbetreuung, organisiert von der „Pflege- und Betreuung Bad Feilnbach“, mit steigender Tendenz genutzt.
In den Vereinen
gut aufgehoben
Gut aufgehoben ist die Jugend der Gemeinde Bad Feilnbach unter anderem in den vielen Vereinen, in denen die Jugendarbeit vorbildlich gepflegt wird. Angebote für Jugendliche, darunter jene, die sich nicht an Vereine binden wollen, sollen mittels einer Bedarfsanalyse, die im Wirtschaftsjahr 2026 beschlossen werden soll, erarbeitet werden.
Die Kur- und Gästeinformation ist nicht nur für Touristen, sondern für alle Bürger der Gemeinde ein kompetenter Ansprechpartner.
Sehr angenommen wird das sanierte Becken im Bad Feilnbacher Schwimmbad. Das Schwimmbad in Au feiert mit einem kleinen Fest im kommenden Jahr sein 65-jähriges Bestehen.
Ab Mitte Dezember fährt im Stundentakt der „Alpenbus“ mit Halt in Au und Bad Feilnbach und bietet eine lukrative Alternative zum Pkw zwischen Rosenheim, Aicherpark, Miesbach und Bad Tölz. Weitere Themen aus dem Rathaus waren Wetterstollen Deisenried, eine Auszeichnung für vorbildliche Leistungen im Umweltschutz, Wanderparkplätze, Feuerwehren, Erschließungsmaßnahmen Trinkwasser, Kanal und Straßen, Nahwärmeversorgung und Breitbandausbau, sowie Aktivitäten des Gemeinderats.
Schwerpunkte im Bericht des Ersten Bürgermeisters galten den Aktivitäten und dem Team vom Arbeitskreis Pflege, dem Gutshof und der Gewerbefläche Eulenau, der Entwässerung, Parkplatz-WC an der Bundesautobahn sowie dem denkmalgeschützten Trogerhaus in Au und der Einbahnregelung in der Gartenstraße ab der Kranzhornstraße bis zur Kurapotheke.
Wichtiges Anliegen der vier gemeindlichen Feuerwehren war ein Appell an die Bürger, kritische Blicke auf parkende Fahrzeuge zu werfen, die vermehrt Einsätze von Feuerwehren, Rettungsdiensten, Müllabfuhr und Schneepflug im Winter in einigen Straßenzügen in Bad Feilnbach, Au, Litzldorf, Kematen und Dettendorf erschweren.
Ein sicheres Durchkommen muss gesichert sein, wie die Kommandanten forderten.
Appell an
die Wähler
Zweiter Bürgermeister Josef Rauscher erinnerte die anwesenden Bürger, sich an der bevorstehenden Kommunalwahl am Sonntag, 8. März, zu beteiligen und dankte dabei jenen Bürgern, die sich als Kandidaten für den künftigen Gemeinderat in den Listen aufstellen lassen. Sein Dank für die Zusammenarbeit galt ferner Bürgermeister Max Singer und dem Gemeinderatsgremium.