Bad Aiblinger handelt mit über 80 Kilo Haschisch

von Redaktion

Prozess gegen 44-Jährigen am Landgericht – Fortsetzung am 19. Dezember

Traunstein – Um über 80 Kilogramm Haschisch oder Marihuana, sechs Kilogramm Kokain und 2,5 Kilogramm Amphetamin geht es in einem aktuellen Drogenprozess vor dem Landgericht Traunstein. Ein 44-Jähriger aus Bad Aibling, der sich im Januar 2025 noch nach Spanien absetzen konnte und im März 2025 vorläufig festgenommen wurde, muss sich seit Kurzem vor der neunten Strafkammer mit Vorsitzender Richterin Barbara Miller verantworten. Der Prozess wird am Dienstag, 10. Dezember, um 13.30 Uhr mit der Anhörung der Ermittlungsbeamten fortgesetzt.

Anklage listet
Drogen-Deals auf

Der Angeklagte soll jahrelang mit den Riesenmengen gedealt haben. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft reichen zurück bis zum Freitag, 28. Juli 2023. Damals soll der 44-Jährige bei einem unbekannten Chatpartner drei Kilogramm Kokain für 29.000 Euro pro Kilogramm und fünf Kilogramm Marihuana zu einem unbekannten Preis geordert haben.

Des Weiteren soll der Angeklagte irgendwann im Jahr 2023 sechs Kilogramm Marihuana für 18.000 Euro und im September 2023 insgesamt 17 Kilogramm Haschisch für 51.000 Euro zum gewinnbringenden Weiterverkauf erstanden haben. Im April und Mai 2024 soll er laut Anklage zwei Kilogramm Amphetamin – der Preis steht nicht fest – sowie 15 Kilogramm Haschisch für 48.000 Euro erworben haben.

Fast die Hälfte von 15 Kilogramm Haschisch, im Juni oder Juli 2024 für 48.000 Euro gekauft, soll der Bad Aiblinger wegen schlechter Qualität an den Lieferanten zurückgegeben haben. Ebenfalls Qualitätsmängel führten im Dezember 2024 zur Rückgabe von 17 der im Dezember 2024 bestellten 20 Kilogramm Haschisch. Nur ein Kilogramm soll der Angeklagte verkauft haben. Die restlichen zwei Kilogramm konnten im März 2025 in seinem Keller sichergestellt werden.

Nicht besser verlief der Einkauf von Marihuana im Wert von 32.000 Euro im gleichen Monat. Das Rauschgift ging komplett zurück – im Tausch gegen 300 Gramm Kokain. Etwa die Hälfte davon entdeckte die Polizei bei einer Durchsuchung am Mittwoch, 29. Januar, im Keller des Tatverdächtigen, dazu noch 2,5 Kilogramm Amphetamin. Eine Bestellung kurz vor Mittwoch, 22. Januar, von zehn Kilogramm Marihuana für 32.000 Euro und drei Kilogramm Kokain für 90.000 Euro erhielt der Angeklagte nicht mehr, da er zuvor nach Spanien geflohen war. Der gesetzliche Wertersatz ist in der Anklageschrift mit 281.000 Euro beziffert.

Geständnis und
weiterer Prozessverlauf

Bereits nach seiner Festnahme hatte der 44-Jährige bei der Polizei ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Am ersten Prozesstag schränkte er seine Angaben etwas ein. Einige Punkte seien in den Vernehmungen nicht richtig festgehalten worden. Am nächsten Verhandlungstag könnte es nach Vorsitzender Richterin Barbara Miller zu einer Verständigung über die Höhe der Strafe kommen.

Ein psychiatrischer Sachverständiger attestierte dem 44-Jährigen zwar einen Missbrauch von Substanzen, konnte aber keinen „Hang zu Drogen“ feststellen, der Voraussetzung für eine Unterbringung zum Entzug in einer Fachklinik wäre. Weitere Verhandlungstermine sind für Donnerstag, 18. Dezember, sowie Mittwoch, 7. Januar, jeweils um 9 Uhr anberaumt. Monika Kretzmer-Diepold

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