Tradition in Harmonie
Der Kirchenchor von St. Korbinian in Heufeld harmonierte prächtig. Fotos Baumann
Stimmungsvolle Feierstunde zur 75. Auflage am „Großen Stern“
Hinrichssegen – Das beliebte Adventssingen am „Großen Stern“ im Bruckmühler Ortsteil Hinrichssegen feierte ein beeindruckendes Jubiläum: Es fand heuer zum 75. Mal statt. Der Vorsitzende des veranstaltenden Sozialwerks Hinrichssegen, Gerd Schodlok, schilderte in seiner Rede die Geschichte der Veranstaltung, die 1950 vom Werkmeister der damaligen Tuchfabrik, Max Klose, ins Leben gerufen wurde.
Schodlok führte weiter aus: „75 Jahre sind ein langer Zeitraum, in dem sich viel verändert hat – draußen in der Welt und auch hier in Hinrichssegen. Aber was geblieben ist, ist diese vorweihnachtliche Feierstunde, die zur geschätzten Tradition geworden und aus dem Jahreskreis unseres Gemeinwesens nicht mehr wegzudenken ist.“
Das Licht Gottes
zu uns hereinholen
Dies sei vor allem den Mitbürgern zu verdanken, die durch ihre Teilnahme für den Fortbestand des Adventssingens sorgen, dessen Atmosphäre auch Erwachsene die Alltagshektik für einen Moment vergessen lasse und in allen die geheimnisvolle Stimmung der Adventszeit wiedererwecke, um für das Wunder der Weihnacht und die Geburt des Heilands bereit zu sein.
An das Lied „Immer wieder will ich dir erzählen“ aus dem Weihnachtsmusical „Sonderbar“ knüpfte der evangelische Pfarrer Andreas Strauß seine Gedanken zur Adventszeit und konstatierte: „Wir brauchen immer wieder das Licht Gottes und die Botschaft von seiner Menschwerdung. Wir vergessen unter dem Jahr zu leicht, dass Gott zu uns gekommen ist. Immer wieder dürfen wir das Licht Gottes zu uns hereinholen und die ganzen Verantwortungsträger der Welt mit einbeziehen und für sie beten. Und immer wieder scheint seit 75 Jahren die Botschaft dieses Singens hinaus.“
Sein katholischer Amtsbruder Augustin Butacu erklärte: „Es ist erstaunlich, was in den 75 Jahren getan wurde, um das Singen aufrechtzuerhalten. Hier lebt eine Gemeinschaft, die zusammensteht. Advent ist eine Zeit des Wartens und des Staunens, wie Gott zu kleinen Momenten zu uns kommt. Auch hier hat man das heute Abend gesehen. Bewahren Sie die Veranstaltung, sie ist ein Schatz in unserer Zeit.“
Eingebettet waren die Ansprachen in ein vielfältiges Musikprogramm, das die von Josef Dumberger geleiteten, bestens abgestimmten Heufelder Bläser, darunter Marktgemeinderätin Juliane Grotz an der Trompete, mit dem Choral „Wachet auf“ eröffneten und mit weiteren Chorälen anreicherten. Der prächtig harmonierende Heufelder Kirchenchor unter der Leitung von Markus Wallner sang „Macht hoch die Tür“, „Zünd a‘ Liacht für di o“, „Es ruft eine Stimme“ und „Es wird ein Stern aufgehen“.
Der gemeinsame Kinderchor aus Götting und Heufeld unter der Leitung von Tina Hermanns, auch mit Gitarrenbegleitung, und Anni Heigl stimmte mit seinen erfrischenden Stimmen „Der kleine Trommler“, „Der kleine Stern“ und „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ an. Dazwischen gab es Gedichtvorträge von Lisa Eder („Es brennen Lichter mit hellem Schein“), Katharina Voglsanger („Immer ein Lichtlein mehr“) und Vanessa Meyer („Der kleine Strohstern“). Für den musikalischen Abschluss sorgten die Bläser mit „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“.
„Von guten Mächten
wunderbar geborgen“
Am Ende der stimmungsvollen Veranstaltung dankte Gerd Schodlok unter anderem allen beim Programm Mitwirkenden, der Feuerwehr für die Sicherung sowie den überaus zahlreichen Besuchern, darunter auch Bürgermeister Richard Richter und Vorsitzende verschiedener Vereine, für ihr Kommen. Seine Dankesworte schloss er mit dem berühmten Zitat von Dietrich Bonhoeffer: „Von guten Mächten wunderbar geborgen.“
Wunderbar verpflegt wurden die Besucher vom Pfarrgemeinderat Heufeld, mit der Dritten Bürgermeisterin Anna Wallner, mit Glühwein und Gebäck und von der Handicap-Sportgruppe des SV DJK Heufeld mit Waffeln. Den Verkaufserlös erhält die „Ökumenische Nachbarschaftshilfe“.
Hielten Ansprachen: (von links) Gerd Schodlok, Vorsitzender des Sozialwerks Hinrichssegen, mit den Pfarrern Augustin Butacu und Andreas Strauß.
Erfrischend sang der gemeinsame Kinderchor aus Götting und Heufeld unter der Leitung von (von rechts) Tina Hermanns und Anni Heigl.