Bruckmühl – 2025 war das „Jahr der Stimme“. Zum Abschluss dieser Reihe hatte die Leiterin des evangelischen Kirchenchores Bruckmühl/Feldkirchen-Westerham, Dr. Ines Gnettner, für das traditionelle Adventskonzert zusammen mit musizierenden Gästen ein wunderschönes Programm einstudiert. Unterstützt wurde der Chor vom „Ensemble Cordes XXI“, einer auf Barockmusik spezialisierten Gruppe von fünf Streichern mit Violine, Viola, Violoncello und Violone und einer Truhenorgel (Ulrike Glinsböckel, Marta Tarsa, Veronika Kimiti, Christoph Bach, Christine Olschewsky sowie Scott Thomson an der Truhenorgel).
Geplant war auch die Mitwirkung des vielfach preisgekrönten Ersten Tenors Christian Meister aus München, Dirigent und Dozent an der Hochschule für Musik und Theater München. Leider musste er aus Krankheitsgründen kurzfristig absagen, weshalb einige Sätze aus Kuhnaus Kantate zum ersten Weihnachtstag nicht zur Aufführung kamen.
Der „pro musica-Flötenkreis“ unter der Leitung von Elke Gross musizierte souverän und einfühlsam; frisch und jubilierend erklangen die langen Teile 1 und 2 des Capriccio fugato Nr. 4 von Jörg Duda. Die begleitenden Texte und Gebete passend zur Adventszeit sprach Pfarrer Andreas Strauß.
Zentraler Punkt der musikalischen Aufführung war der Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Philipp Nicolai aus dem 16. Jahrhundert in einer Bearbeitung von Johann Kuhnau, einem Zeitgenossen von Bach und Händel, und verschiedener Vertonungen namhafter Komponisten wie Bach, Scheidt und Cornelius. Von Felix Mendelssohn Bartholdy hörte man einen Teil des „Christus“- Oratoriums. Weihnachtlichen Bezug hatte auch die vom „Ensemble Cordes XXI“ gespielte Symphonie des Italieners Gaetano M. Schiassi (1698 bis 1754).
Verantwortlich für das Programm zeichnete Kirchenmusikerin Dr. Ines Gnettner. Ihr Dirigat war eindeutig und mitreißend. Der Chor überzeugte durch hohe Musikalität und klare Verständlichkeit der Texte, ein paar Männerstimmen mehr hätten aber nicht geschadet.
Umwerfend kraftvoll erklang zum Abschluss Mendelssohn Bartholdys Weihnachtsteil seines Oratoriums „Christus“, gekonnt übergeleitet zum sanften Thema des Abends „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ – der Kreis hat sich geschlossen. Das wussten die zahlreichen Besucher zu schätzen und brachten dies durch aufrichtigen Applaus zum Ausdruck. Der Eintritt war frei, eingelegte Spenden kommen der Kirchenmusik zugute.