Bad Aibling – Während der Stadtrat bereits den Haushalt der Stadt für 2026 verabschiedet hat, musste das Gremium ebenfalls über die Finanzen der Stadtwerke Bad Aibling abstimmen. Und hierbei stellte sich unweigerlich die Frage, wie es um das Aushängeschild der Stadt, die Therme Bad Aibling, derzeit eigentlich steht. „Wir investieren sehr viel in die Freizeitanlagen“, sagt Werkleiter Stefan Barber, zu denen neben Eishalle und Freibad eben auch die Therme zählt.
Therme und Sauna seien ihm zufolge in einem „hervorragenden Zustand“, sodass man im kommenden Jahr sogar mit einem kleinen Gewinn rechnen könne. „Da können wir uns glücklich schätzen“, betont Barber und verweist auf diverse andere bayerische Thermen, die hingegen rote Zahlen schreiben müssten.
„Stillstand ist Rückstand“,
sagt der Werksleiter
„Wir haben Glück, dass unsere Therme hervorragend läuft“, ist sich der Werkleiter sicher. So werde der Besucherrekord aus dem vergangenen Jahr (349.000 Besucher) heuer erneut getoppt. Damit man diese Entwicklung beibehalten kann, müsse man jedoch auch große Investitionen tätigen, denn: „Stillstand ist Rückstand“, so Barber. Im Rahmen des vorgestellten Wirtschafts- und Finanzplans erklärte er, dass die Stadtwerke, die inzwischen rund 100 Mitarbeiter beschäftigen, Umsatzerlöse von über 23 Millionen Euro erwarten. Hohe Einnahmen stünden stets auch hohen Ausgaben gegenüber.
2026 stehen rund sechs Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung, wobei neben zwei Millionen Kredittilgung das meiste in die Freizeitanlagen fließen werde, erklärt Barber. Entscheidender Ansatz dabei: „Wir versuchen, unsere Therme ganz oben und hochattraktiv zu halten“, erklärt der Werkleiter. Aktuell laufen die Bauarbeiten des neuen Ruhedecks (wir berichteten), wo die Gäste künftig direkt am Triftbach liegen können. Hierfür fallen rund 400.000 Euro an Gesamtkosten an. Und laut Barber stehe eine weitere Besonderheit in den Startlöchern, die eine Millionen-Investition erforderlich macht. „Wir wollen nächstes Jahr mit dem Bau der Wendelstein-Sauna beginnen.“ Man plane eine Aufgusssauna mit 40 bis 50 Plätzen. Der Höhepunkt dabei: „Die Gäste haben von dort aus Blick in die Berge“, so Barber. Die rund sechs Monate andauernde Bauzeit soll im Winter 2026 beginnen.
Da hohe Besucherzahlen auch zu Platzproblemen führen, „bauen wir gleichzeitig auf dem Dach noch ein kleines Ruhehaus“, ebenfalls mit der Möglichkeit, von dort die Bergkette zu betrachten, verspricht der Werkleiter. Für die Investitionen in die Freizeitanlagen benötige man laut dem Vermögensplan insgesamt rund 1,8 Millionen Euro. Des Weiteren sei ein großer Investitionsposten der Stadtwerke das Stromnetz. „Wir sind darauf angewiesen, das Stromnetz zu verbessern“, sagt Barber. Ein probates Mittel sei hierbei die Digitalisierung des Netzes. Für das E-Werk werde somit über 1,1 Millionen Euro benötigt. Als großer Wasserversorger im Landkreis stünden überdies zahlreiche Wasserleitungsbaumaßnahmen an. Auch in diesem Bereich fallen Investitionen von über 800.000 Euro an.
Stadtrat gibt
einstimmig grünes Licht
Neben „anderer, kleinerer Baustellen, die alle auch Geld kosten“, müssten die Stadtwerke Bad Aibling im kommenden Jahr also relativ viel investieren, erläuterte Barber deshalb vor dem Stadtratsgremium. Er verwies aber dennoch auf einen „kleineren Gewinn“, den man trotzdem erwirtschaften werde.
Dritter Bürgermeister Markus Stigloher (CSU), ebenfalls Referent für die Stadtwerke im Stadtrat, dankte Barber und seinem Team für ihre gute Arbeit. Sie sorgten dafür, „dass das Wasser ganz selbstverständlich aus der Leitung sprudelt und dass das Licht flackert“. Mit 22:0 Stimmen gab der Stadtrat letztlich einstimmig grünes Licht für den Wirtschafts- und Finanzplan 2026 für die Stadtwerke Bad Aibling sowie für den Stellenplan 2026.