Feldolling – Musik bedeutete Maxi Karger schon immer viel. In jungen Jahren lernte er zunächst Klavier spielen. Mit 13 Jahren brachte sich Karger dann selbst Gitarre bei. „Ich habe dann auch recht früh angefangen, selbst Texte zu schreiben und Musik zu machen, die mir gefällt“, sagt der heute 27-Jährige. Während er damals noch eher in die Musikrichtung Rock ging, änderte sich das mit den Jahren. „Ich habe das Potenzial im Rap gesehen, da man sich da im Texteschreiben mehr austoben kann“, so der Feldollinger.
„Mit meiner Musik
eine Brücke bauen“
Warum Musik für Maxi Karger auch schon in jungen Jahren wichtig war, lässt sich leicht erklären. Für ihn sei Musik eine schöne Sache, die Leute zusammenbringt. Mit seiner eigenen Musik will er genau dies vermitteln. Und noch mehr: „Meine Songs sind für mich auch so ein bisschen mein Tagebuch, womit ich Gefühle verarbeite. Musik gibt einem sehr viel Kraft, und genau das will ich auch erreichen“, sagt Karger. Vor allem im Rap, also dem rhythmischen, oft schnellen Sprechgesang, könne er genau dies gut übermitteln. Dass einige Menschen gegenüber Rapmusik Vorurteile haben, kennt Karger nur zu gut. Er vermutet, dass es daran liegen könnte, dass viele Rapper das Image haben, dass sie Themen nur oberflächlich behandeln und damit auch nicht für alle Menschen zugänglich sind. „Und das ist auch vollkommen okay, schließlich habe ich auch Musik, die mir nicht gefällt“, so Karger. „Ich versuche mit meiner Musik eine Brücke zu bauen, um zu zeigen, dass Rapmusik mehr als das ist.“
Maxi Karger möchte mit seinen Songs nicht nur an der Oberfläche kratzen. Er schreibt über alltägliche Situationen, aber auch über teils sehr persönliche Sachen. „Ich versuche, das auf eine zugängliche Art und Weise zu verpacken, dass es nicht so rüberkommt, als ob ich jemandem meine Probleme aufdrängen will. Eher möchte ich, dass sich Leute darin wiederfinden und vielleicht sehen, wie man mit schwierigen Situationen auch umgehen kann“, erklärt der 27-Jährige.
Bislang hat er seine Musik nur unter seinem Künstlernamen KOGI auf Musikplattformen wie Spotify hochgeladen. Denn aktuell ist Musikmachen nur sein größtes Hobby. Beruflich hat Karger einen ganz anderen Weg eingeschlagen. „Ich habe nach der Schule erst einmal ein freiwilliges soziales Jahr im Kulturbereich gemacht. Und zwar beim Jazzclub Unterfahrt in München“, sagt der Feldollinger. Danach studierte er zwei Jahre in Passau. Doch das war nicht das Richtige für ihn und er entschied sich für eine Ausbildung zum Bankkaufmann. „Jetzt bin ich bei der Versicherungskammer Bayern als Außendienstler angestellt und bin da super zufrieden“, sagt Maxi Karger.
Doch könnte aus dem Bankkaufmann in Zukunft ein berühmter Rapper werden? Das strebt Karger derzeit nicht an. Erst einmal soll alles so weitergehen wie bis jetzt. Schließlich ist Musikmachen für den 27-Jährigen ein Ausgleich für seinen Alltag. „Ich bin derzeit in einer Situation mit meiner Musik und meinem Job, in der ich sehr zufrieden bin“, so Karger. Doch am 16. Januar 2026 hat der Feldollinger etwas Großes vor. Er wird bei der Veranstaltung Kulturherbst in Feldkirchen-Westerham auftreten. Und damit feiert er seinen ersten Auftritt vor einem Publikum.
Aufgeregt sei Maxi Karger aber nicht. Vielmehr möchte er aus diesem Moment ein Erlebnis schaffen, in dem neue Freundschaften entstehen und vielleicht auch der ein oder andere inspiriert wird, selbst Musik zu machen. „Mein Ziel oder mein Erfolg des Abends wäre es, wenn andere anfangen, das auch zu machen, und daraus eine Bewegung entsteht“, so Karger.
Selbst gebautes Tonstudio
in der eigenen Wohnung
Doch nun steht neben einem Vollzeitjob und Musikmachen also auch noch Proben auf dem Tagesplan. Wie Karger das manchmal alles schafft, weiß er selber nicht. Aber Stress sei für ihn gut, denn dadurch schaffe er mehr. Schließlich macht er seine Musik komplett selbst. Er schreibt seine eigenen Texte, legt die passende Musik darunter, nimmt es in seinem selbst gebauten Tonstudio zu Hause auf und schneidet alles zusammen.
Und wenn er mal keine Musik macht, unternimmt er gerne etwas mit seinen Freunden. Spielt mit ihnen Schafkopf, geht gerne in die Berge oder ins Fitnessstudio. „Aber Musik ist und bleibt das Einzige, wo ich immer wieder zurückfinde und was einfach mein Hauptding ist“, sagt Maxi Karger. Damit verbringt er seine Freizeit eben doch am liebsten. Und wer mehr von seiner Musik hören möchte, kann sich im Januar neben seinem ersten Auftritt auch auf einen neuen Song freuen.