240 Mitwirkende sorgen für Gänsehaut

von Redaktion

Festliche Klänge in der St.-Georgs-Kirche: Mit einem beeindruckenden Adventskonzert läutete das Gymnasium Bad Aibling die Weihnachtszeit ein. Rund 240 Mitwirkende boten dem Publikum eine musikalische Reise, die für Gänsehautmomente sorgte.

Bad Aibling – Mit einem festlichen Adventskonzert hat das Gymnasium Bad Aibling auch in diesem Jahr die Vorweihnachtszeit feierlich eröffnet. Die engagierten Schüler gestalteten in der stimmungsvoll beleuchteten St.-Georgs-Kirche ein musikalisches Programm, das das Publikum begeisterte und die Adventszeit auf besondere Weise einläutete.

Insgesamt rund 240 Mitwirkende – fast ein Viertel der Schulgemeinschaft – standen an diesem Abend auf der Bühne. Damit unterstrich das Konzert einmal mehr den hohen Stellenwert der Musik am Gymnasium Bad Aibling.

Vielfältiger
musikalischer Auftakt

Unter der Leitung von Susanne Tutert boten die jungen Musiker ein facettenreiches Konzert. Die Dirigentin, deren Arbeit sich in den vergangenen Jahren als maßgeblich für den Erfolg der Schulkonzerte erwiesen hat, zeichnete sich nicht nur für die musikalische Einstudierung verantwortlich, sondern übernahm auch die Organisation und Planung der Veranstaltung.

Abrupte Stille kehrte in das Gotteshaus ein, als von der Empore die bekannte Advents- und Weihnachtshymne „Veni redemptor gentium“, ein Gregorianischer Choral, erklang. Schulleiter Mark Lörz OStD (M, Ph) hieß anschließend die zahlreichen Besucher willkommen und freute sich, ihnen einen „musikalischen Leckerbissen – sowohl vokal als auch instrumental“ – präsentieren zu dürfen. Seine Worte erwiesen sich als treffende Ankündigung für das, was folgen sollte.

Bereits die Schulband machte deutlich, welch hohe musikalische Qualität die jungen Künstler mitbrachten. Die Schulband intonierte die Stücke „Christmas Time“ und „Wonderful Dream“ in beeindruckender Weise. Nach dem Auftritt der Bläsergruppe zauberte das Cello-Ensemble mit der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel eines seiner populärsten Werke in das Kirchenschiff. Der Altarraum in der St.-Georgs-Kirche sah sich dann prall gefüllt, als der große Damenchor mit fast 80 Sängern mit „Spiritus Sanctus“ und „Carol of the bells“ eindrucksvoll sein musikalisches Können darbot. Das „Boarische Halleluja“, eine populäre bayerische Adaption von Leonard Cohens weltberühmtem Song, arrangierte Susanne Tutert wunderbar. Weihnachtlich wurde es dann mit „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Hört der Engel helle Lieder“ sowie mit „Vita Iesu“. Der Unterstufenchor, bestehend aus ebenfalls über 80 Schülern, brachte ein französisches Weihnachtslied zum Besten.

Ergreifend wurde es dann mit „Sehet dieses kleine Licht“, einem Friedenslied. Es bekam von den Zuschauern fast frenetischen Applaus und ging wohl jeden Besucher unter die Haut. „Wir beten für Frieden auf der ganzen Welt, wir beten für ein gutes Miteinander, wir beten für eine glückliche Zukunft für alle Kinder“ wurde in 17 Sprachen an die Wand projiziert und war das zentrale Lied des Abends.

Von Ludwig Strauß, Elisabeth Stadler, Maria Stadler und Antonia Eutermoser hörten die Besucher dann „Tango Spaniolo“, bevor das Vokalensemble zwei Choräle aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach spielte.

Das Orchester sowie Luise Hecklinger und Jan Drexler und die Bläsergruppe spielten anschließend Stücke von J. S. Bach (Sinfonie aus dem Weihnachtsoratorium), Vivaldi (L’Estro Armonico) und K. Svoboda (Drei Haselnüsse für Aschenbrödel) sowie ein italienisches Weihnachtslied, wofür sie tosenden Beifall erhielten. International wurde es dann mit Adiemus Babayetu, einem afrikanischen Vaterunser, das der große Chor des Gymnasiums zusammen mit Streichern ausdrucksvoll darbrachte und die Besucher ins ferne Afrika entführte.

Eindrucksvolle Chöre und ein Lied für den Frieden

Das Ende näherte sich mit dem modernen spanischen Weihnachtslied Feliz Navidad, das alle Sänger und die Bläsergruppe darbrachten. Die beschwingte Darbietung setzte einen heiteren Schlusspunkt und wurde vom Publikum mit kräftigem Applaus honoriert. Als dann alle Besucher aufstanden und gemeinsam „Macht hoch die Tür“ sangen, kam das 14. Adventskonzert zu Ende.

Schulleiter Mark Lörz ließ es sich aber nicht nehmen, allen Mitwirkenden recht herzlich zu danken und den Hauptinitiatoren eine rote Rose als Dankeschön zu überreichen. „Es waren wunderschöne Momente mit viel Gänsehautgefühl“, bestätigte Lörz den Eindruck aller Besucher. Und für die Schüler hatte er noch ein Geschenk: „Es ist gute Tradition hier, allen Mitwirkenden anderentags eine Freistunde zu schenken“.

Die Besucher waren sich einig, in dem besonderen Flair der Kirche über zwei Stunden einer wunderbaren vokalen und instrumentalen Reise durch die Welt der Musik gelauscht zu haben. Leuchtende Kinderaugen, festliche Klänge und viel weihnachtliche Musik waren der Lohn dafür.

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