Bad Aibling – Der Todestag des Komponisten Johann Sebastian Bach jährt sich in diesem Jahr zum 275. Mal. Dieses Jubiläum nimmt das Gymnasium Bad Aibling zum Anlass für ein besonderes musikalisches Pop-up-Projekt: Am Freitag, 19. Dezember, werden um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Korbinian in Heufeld Teile aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach aufgeführt.
Das Weihnachtsoratorium BWV 248 von Johann Sebastian Bach ist ein sechsteiliges Oratorium für Soli, gemischtem Chor und Orchester. Es ist das populärste aller geistlichen Vokalwerke Bachs und zählt zu seinen berühmtesten geistlichen Kompositionen. Die einzelnen Teile wurden erstmals vom Thomanerchor in Leipzig in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 in der Nikolaikirche und der Thomaskirche aufgeführt.
Susanne Tutert erklärt gegenüber den OVB-Heimatzeitungen: „Das ist Musik, die äußerst anspruchsvoll und für unsere Schüler sehr fern ist – eigentlich ungeheuerlich bis unmöglich für ein nicht-musisches Gymnasium.“ Sie führt weiter aus: „Aber durch die Vernetzung und Teamarbeit von aktuellen sehr begabten Schülern, darunter das Vokalensemble und ausgewählte Orchestermitglieder, mit zahlreichen Lehrern, vielen Eltern, begeisterten Ehemaligen und treuen Freunden der Schule wird das möglich. Diese Art der Projektarbeit dient allen: jüngeren und älteren, erfahrenen und nicht so erfahrenen und: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
Zur Aufführung gebracht werden die beiden ersten Kantaten des Oratoriums. Das insgesamt rund 80-köpfige musikalische Ensemble besteht aus dem von Susanne Tutert und der früheren Schülerin Regina Lederer einstudierten Chor, dem Vokalensemble der 12. und 13. Jahrgangsstufe, dem von Dietgard Luber geleiteten Projektorchester aus vier Jahrgangsstufen und Kirchenmusikdirektor Andreas Hellfritsch an der Orgel. Die Solopartien übernehmen mit Elisabeth Eder (Alt), Constantin Siebert (Tenor) und Emanuel Brennich (Bass) junge Profis aus der Region. Regina Huber von der Fachschaft Religion wird zwischen den Teilen eigene Texte vortragen. Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Susanne Tutert.
Seit Oktober wird an der Schule jeden Samstag für das herausfordernde Projekt geprobt – die Akteure sind mit großer Begeisterung dabei. Moritz Schönacher (Q 13) sagt: „Das Singen im Chor hat mir schon immer viel Spaß gemacht und in der 13. Jahrgangsstufe ist das die letzte Gelegenheit, bei so einem Projekt mitzuwirken.“ Michael Promberger (Q 13) ergänzt: „Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach ist ein mächtiges Werk und die Gelegenheit, bei so etwas mitzuwirken, hat man selten.“ Heidi Kirner (Q 12) meint: „Am Anfang hat man Angst vor dem Projekt, weil es so schwierig scheint. Aber wenn man sieht, was man schaffen kann, macht es total Spaß.“ Lara Marie Hubel (Q 12) äußert sich: „Der Chor macht mir schon immer Spaß. Es ist was Tolles, wenn man bei so einem Projekt mitmachen kann. So eine Chance kriegt man nicht mehr.“
Karten gibt es im von Georg Schneider organisierten Vorverkauf im Sekretariat des Gymnasiums und bei Musik Schneider in Bad Aibling sowie an der Abendkasse.