Freude und Wehmut in großer Harmonie

von Redaktion

Zwei Jahreskonzerte der Höhenrainer Musi – Jungmusiker wechseln zu „großen“ Kapellen

Feldkirchen-Westerham – Freude und Wehmut mischten sich, als die Jugendkapelle Höhenrain-Vagen unter der Leitung von Ludwig Lusky (Höhenrain) und Magdalena Eham (Vagen) die beiden Konzerte eröffnete. Freude, weil die Nachwuchsmusikanten mit dem „Jung-Deutschland-Marsch“ von Carl Teike, „Mit Blasmusik im Herzen“ von Alexander Pfluger und „How To Train Your Dragon“ von John Powell (Arr. Sean O’Loughlin) gekonnt ein schwungvolles Programm präsentierten. Wehmut, weil es der letzte Auftritt der Jugendkapelle war – die meisten Jungmusikanten wechseln in die „großen“ Musikkapellen von Höhenrain und Vagen. Ansagerin und Flügelhornistin Rosi Huber bedankte sich im Namen aller bei Ludwig für die schöne Zeit.

Auch heuer stand die Prüfung zum Musiker-Leistungsabzeichen des Musikbundes (MON) an: Nachwuchstrompeter Sebastian Meixner erhielt das Abzeichen in Bronze von Musikvorstand Georg Haager.

Als die Höhenrainer Musi unter der Leitung von Ludwig Lusky mit dem „Yorckschen Marsch“ von Ludwig van Beethoven in den Konzertabend startete, waren viele Gesichter der Jugendkapelle wieder mit dabei. Nach der Schnellpolka „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauß Sohn folgte der verträumte „Quartalswalzer“ von Stefan Huber. Das Genre des nächsten Konzertstücks, „Oregon“ von Jacob de Haan, erklärte Ansager Stefan Messerer so: „Es ist eine Fantasie – das ist für den Komponisten wunderbar, denn da kann er machen, was er will.“ Und tatsächlich fühlten sich die Zuhörer durch die abwechslungsreichen Melodien wie auf einer rasanten Zugfahrt durch den US-amerikanischen Nordwesten.

Nach der Pause erklang der schwungvolle „Seeteufel-Graf-Luckner-Marsch“ von Walter Heyer. Die eindrucksvolle Filmmusik „Run Free“ von Hans Zimmer in einem Arrangement von Jan Valta verbreitete im Höhenrainer Gemeindehaus echte Kinostimmung. Für lässige Entspannung sorgte der eingängige „Euphonium Ragtime“ von André Waignein, den Solist Günter Porath mitreißend und auswendig darbot. „Das anspruchsvolle Gaelforce“ von Peter Graham entführte die Besucher nach Irland. Gitti Bichl und Quirin Maier meisterten ihre Solopassagen darin souverän. Den Schlusspunkt setzte die Höhenrainer Musi mit dem Marsch „Abschied der Gladiatoren“ von H. L. Blankenburg. Doch die begeisterten Zuhörer, darunter Bürgermeister Hans Zistl und viele Blasmusikanten aus der Umgebung, forderten eine Zugabe. Passend zur Uhrzeit sorgte die Kapelle mit „Ghostbusters“ von Ray Parker Jr. für Augenzwinkern. Das bekannte Lied „Guten Abend, gute Nacht“ von Johannes Brahms, von Alexander Stütz als gefühlvolle Polka interpretiert, bildete das Finale zweier rundum gelungener Konzertabende.

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