Feldkirchen-Westerham – Am östlichen Ortsrand von Feldkirchen soll ein neues Nahversorgungszentrum entstehen. Geplant sind sowohl ein Lidl-Markt als auch ein DM-Drogeriemarkt und eine Apotheke. Das Ganze soll auf einer 11.000 Quadratmeter großen Grünfläche an der Rosenheimer Straße neben dem Edeka-Markt gebaut werden. In der Bürgerversammlung der Gemeinde Feldkirchen-Westerham brachte Bürgermeister Johannes Zistl alle Anwesenden auf den neuesten Stand. Denn gerade das Thema Hochwasser muss jetzt erst einmal geklärt werden.
Es ist ein Vorhaben, das vor allem dem Norden der Gemeinde Erleichterung bringen soll. Vor gut neun Monaten wurde das Projekt zum ersten Mal in einer Gemeinderatssitzung vorgestellt, in der auch die Wahl des Standortes erklärt wurde. Dafür zog die Gemeinde eine gutachterliche Stellungnahme der CIMA Beratung und Management GmbH hinzu. „Das Gutachten zeigt, dass der Lidl dringend notwendig ist und die Versorgungssituation von circa 40 Prozent der Einwohner verbessern wird“, erklärte damals der Rathauschef.
Dies betreffe überwiegend Bürger, die im nördlichen Gemeindebereich von Feldkirchen bis Laus und Großhöhenrain leben. Denn mit dem neuen Nahversorgungszentrum müssten die Anwohner nicht mehr nach Westerham oder in andere Gemeinden zum Einkaufen fahren. Und nicht nur ein weiterer Supermarkt wird zukünftig für „eine Bereicherung“ sorgen. Auch eine Apotheke und einen Drogeriemarkt bräuchte es dort. Denn im Norden von Feldkirchen gibt es diese Läden bislang nicht.
Nun soll also neben dem bestehenden Edeka-Markt ein etwa 3.677 Quadratmeter großes Nahversorgungszentrum entstehen. Das Ganze soll aus zwei Gebäudeteilen bestehen, die durch den Bereich für die Apotheke verbunden sind. Der Lidl-Markt ist mit einer Verkaufsfläche von circa 1.400 Quadratmetern geplant, der DM-Drogeriemarkt soll bis zu 800 Quadratmeter groß werden und die Apotheke etwa 100 Quadratmeter. Dazu sollen bis zu 120 Stellplätze geschaffen werden, die auch außerhalb der Öffnungszeiten von Autofahrern benutzt werden können.
25 Prozent der Fläche sollen als Grünanlage erhalten bleiben. Außerdem setze man auf „moderne Ausstattung“. Bedeutet, dass die Dachflächen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden sollen. Auch wolle man auf E-Ladestationen und energieeffiziente Beleuchtungen setzen.
In der Gemeinderatssitzung wurde damals der Aufstellungsbeschluss gefasst. In der Bürgerversammlung erklärte Zistl dann, dass man sich aktuell in der Entwicklungsphase befindet. Wichtig sei jetzt, dass zunächst die „Hochwassersituation“ geklärt werde. „Denn der Markt soll in einem Baugebiet errichtet werden, das im Hochwasserfall von Hochwasser betroffen ist“, so der Rathauschef.
Der Investor sei derzeit in der Klärung, ob es für den Hochwasserfall eine geeignete Lösung gibt. „Kann er das nicht lösen, ist die Idee an dieser Stelle vorbei“, sagt Zistl. Dann müsste man den Aufstellungsbeschluss zurücknehmen und das Projekt einstampfen. „Oder wir müssen ein paar Jahre warten und neu planen“, erklärt Zistl. Es bleibt abzuwarten, ob eine Lösung gefunden wird. Sollte dies funktionieren, ist eine Umsetzung in den Jahren 2026/2027 vorgesehen.