Sanierungen und Hochwasserschutz

von Redaktion

Straßensanierung und Hochwasserschutz waren die zentralen Themen bei der Jahresversammlung der Dorfgemeinschaft Mietraching. Während die Ebersberger Straße 2026 saniert wird, bleibt die Lage an der Glonn eine Daueraufgabe für den Ort.

Bad Aibling/Mietraching – Die Sanierung der maroden Ebersberger Straße zwischen Dorfstraße und dem Kreisel in der Ortsmitte sowie der Hochwasserschutz an der Glonn waren die zentralen Themen bei der Jahresversammlung der Dorfgemeinschaft Mietraching. Bezüglich der Straßensanierung wartete Bürgermeister Stephan Schlier mit einer guten Nachricht für die Dorfbewohner auf. „Die wird im Jahr 2026 instandgesetzt“, versprach Schlier.

Kritik an Bepflanzung im
Überschwemmungsgebiet

Mit Blick auf den Hochwasserschutz an der Glonn sprach Vorsitzender Dionys Schwinghammer von einer „Verschlechterung der Situation“ seit dem ökologischen Ausbau des Flusses im Jahr 2021. Schwinghammer rief in Erinnerung, dass das Wasserwirtschaftsamt erst auf Initiative der Dorfgemeinschaft, die bei ihrem Ansinnen vom Stadtoberhaupt unterstützt worden sei, Auflandungen im Flussbett entfernt habe, welche die Schutzvorkehrungen beeinträchtigt hätten.

Erledigt ist das Thema für die Dorfgemeinschaft damit noch nicht. „Das bleibt eine Daueraufgabe, weil die Glonn als typischer Flachlandfluss viel Feinsediment mit sich führt, welches sich insbesondere in den Innenkurven ablagert und das aufgeweitete Flussbett immer wieder einengt“, betonte Schwinghammer.

„Sehr kritisch“ sieht die Gemeinschaft die „äußerst dichte Bepflanzung“ einer Öko-Ausgleichsfläche im Überschwemmungsgebiet. Unverständlich erscheint dem Vorsitzenden in diesem Zusammenhang die Vorgehensweise der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt. „Die hat hier offensichtlich wider besseres Wissen wertvollen Retentionsraum für den Hochwasser-Fall vernichtet.“

Daran ändere auch die von der Dorfgemeinschaft eingeforderte hydrodynamische Berechnung nichts, so der Vorsitzende. Der beauftragte Gutachter habe den „Urwald“ zwar als „abflusshinderlich“ eingestuft, aber keine negativen Auswirkungen auf den Hochwasserschutz gesehen. Wie eine Verbesserung der Situation erreicht werden kann, darüber will die Dorfgemeinschaft mit dem Bürgermeister weiter im Gespräch bleiben.

Kurz gestreift wurden auch die Großveranstaltungen im B&O-Gelände, beispielsweise das alljährlich im August stattfindende Echelon-Festival, die erhebliche Belastungen für die Dorfbewohner mit sich brächten. „Die müssen auf ein Mindestmaß beschränkt werden“, waren sich die Versammlungsteilnehmer einig.

Nachdem Kassier Gerhard Kirchberger nach dem Vortrag seines Berichts eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt worden war, war die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft Formsache. Bei den Neuwahlen wurden Dionys Schwinghammer als Vorsitzender und sein Stellvertreter Hubert Weigl in ihren Ämtern bestätigt.

Gerhard Kirchberger bleibt Kassier, Dieter Bräunlich fungiert weiterhin als Schriftführer. Andreas Weigl ist Beisitzer im Vorstand, Christina Niedermeier hat das Amt der Pressewartin inne. Ehrenvorsitzender Charly Wierer gehört dem Gremium ebenfalls an.

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