Pro-Kopf-Verschuldung steigt

von Redaktion

Rücklagen in Feldkirchen-Westerham schmelzen weiter

Feldkirchen-Westerham – Die Jahresrechnungen für 2023 und 2024 wurden vom Gemeinderat in Feldkirchen-Westerham ohne Diskussion abgesegnet. Dennoch durften Lobesworte nicht vergessen werden. Sie galten in erster Linie der Leiterin der Finanzverwaltung, Jennifer Ziegelmann, und ihrem Team.

Hohe Anerkennung zollte Bürgermeister Johannes Zistl schon des Öfteren den Gemeinderäten für ihre Ausgabendisziplin und das Fehlen unerfüllbarer Forderungen. Nicht zuletzt galt der Dank auch den Mitgliedern des Rechnungsprüfungsausschusses, die an neun Tagen die Unterlagen stichpunktartig geprüft hatten.

Die Jahresrechnung 2023 hat ein Gesamtvolumen (Einnahmen und Ausgaben) von 46,72 Millionen Euro. Eine der wichtigsten Positionen ist die Zuführung von 3,871 Millionen Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt. Um diesen positiven Abschluss zu erreichen, mussten 6,66 Millionen Euro den allgemeinen Rücklagen entnommen werden.

Die Jahresrechnung 2024 zeigt deutlich, dass das Sparen auch in Feldkirchen-Westerham kein Fremdwort mehr ist. Der Gesamthaushalt ist mit 46,93 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig höher. Erfreulich ist, dass für die Überweisung an den Vermögenshaushalt (mit 3,876 Millionen Euro fast die gleiche Summe) den Rücklagen nur 2,41 Millionen Euro entnommen werden mussten. Anders gesagt, der sogenannte Juliusturm der Kommune musste zum Bezahlen der Rechnungen – wenngleich weitaus geringer – wieder einmal herhalten.

Was dies für die Gemeinde Feldkirchen-Westerham bedeutet, hat Rathauschef Johannes Zistl in der Bürgerversammlung in Westerham deutlich erklärt. Er erinnerte zum Beispiel an das neue Kinderhaus am Mareisring in Feldkirchen, das mit Kosten von über elf Millionen Euro errichtet wurde. Mit anderen Worten: Die bisher geringe Pro-Kopf-Verschuldung wird steigen. me

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