Feldkirchen-Westerham – Mit neuen Förderregeln und Rückenwind für den Rufbus „Gmoabus“ hat das Entscheidungsgremium der LAG Mangfalltal-Inntal in seiner vergangenen Sitzung vor Weihnachten zentrale Weichen für die regionale Entwicklung gestellt. In der ersten Sitzung nach der Neuwahl im Oktober befasste sich das Gremium mit dem Kleinprojektefonds „Unterstützung Bürgerengagement“ und dem geplanten Rufbus-System in Feldkirchen-Westerham, wie die LAG mitteilt.
Für die neu gewählten Mitglieder war es die Premiere: Erstmals entschieden sie nach dem für LEADER bewährten Bottom-up-Prinzip über Projekte und Vorgänge in ihrer Lokalen Aktionsgruppe. Man freue sich darauf, mit dem neuen Entscheidungsgremium weitere lokale Projekte auf den Weg zu schicken und die Region damit voranzubringen, sagte Simon Hausstetter, erster Vorsitzender der LAG Mangfalltal-Inntal. Nach einer kurzen Einführung des LAG-Managements fassten die Sitzungsteilnehmer mehrere maßgebliche Beschlüsse.
Transparentes
Bewertungssystem
Der Kleinprojektefonds „Unterstützung Bürgerengagement“ fördert auf unbürokratische Weise ehrenamtliches Engagement in den Gemeinden der LAG Mangfalltal-Inntal. Aufgrund der vielen Anfragen werde das Budget, das bis 2028 zur Verfügung steht, bereits knapp. Um die Mittel gezielter einsetzen zu können, beschloss das Gremium ein einfaches und transparentes Bewertungssystem. Künftig sollen Kleinmaßnahmen abgestuft unterstützt werden – Grundlage sind die Übereinstimmung mit den Entwicklungszielen der LAG, ein innovativer Ansatz und ein langfristiger Nutzen.
Zweiter Schwerpunkt der Sitzung war der neue Rufbus „Gmoabus“. Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham möchte ihr bisher in der Versuchsphase getestetes Rufbus-System verstetigen und dafür ein eigenes Fahrzeug anschaffen. Mit dem Angebot sollen Fahrgäste unkompliziert auch auf der sogenannten letzten Meile öffentlich transportiert werden können. Das Entscheidungsgremium unterstützte dieses Vorhaben und erteilte die erforderliche Freigabe zur Förderung einstimmig.
Nach einem kurzen Input zu Informationen aus dem für LEADER zuständigen bayerischen Landwirtschaftsministerium sowie einem Überblick über den Stand der laufenden Projekte und neue Ideen verabschiedeten sich die Mitglieder des Gremiums mit besten Wünschen für die Feiertage und den anstehenden Jahreswechsel in die Weihnachtspause.
Die LAG Mangfalltal-Inntal ist ein Zusammenschluss von 22 Gemeinden, die unter Beteiligung der Bürger und der lokalen sowie regionalen Akteure eine gemeinsame Lokale Entwicklungsstrategie für die LEADER-Förderperiode 2023 bis 2027 erarbeitet haben und diese nun mit Hilfe von LEADER-Fördermitteln umsetzen.
Informationen
im Internet
Das LAG-Management ist ein im Rahmen des GAP-Strategieplans Deutschland von 2023 bis 2027 gefördertes LEADER-Projekt im Freistaat Bayern. Wer mehr erfahren oder aktiv mitwirken will, kann laut LAG die Webseite www.lag-mangfalltal-inntal.de besuchen oder unter der Telefonnummer 08061/908071 anrufen.