Bad Aibling – Trotz aller Probleme, die es für die Stadt Bad Aibling zu bewältigen gab, blickt Bürgermeister Stefan Schlier positiv auf das Jahr 2025 zurück. „Es hat uns alles abverlangt, vielleicht mehr als je zuvor“, fasste er in der jüngsten Sitzung des Stadtrates seine Bilanz zusammen.
Breiten Raum in seinen Ausführungen nahm die finanzielle Situation ein. Der Bürgermeister verhehlte nicht, dass die Stadt, wie viele andere Kommunen in Bayern, mit Mittelknappheit zu kämpfen habe. Dennoch blickt er optimistisch in die Zukunft – nicht nur deshalb, weil Bad Aibling die erste von 46 Kommunen im Landkreis sei, deren Haushalt für 2026 bereits beschlossen sei.
Solide Finanzen
trotz knapper Mittel
„Wir stehen im neuen Jahr gut da. Unter anderem haben wir keine neuen Schulden aufgenommen, über vier Millionen Euro alter Darlehen getilgt und verfügen über eine kleine freie Finanzspanne“, so Schlier. Er dankte dem Stadtrat dafür, dass die Sparpakete „in großer Einvernehmlichkeit“ verabschiedet worden seien. „Wir haben das Richtige getan – mit Vernunft, Respekt vor dem Erreichten und mit Verantwortung für das, was vor uns liegt“, ist der Rathauschef überzeugt.
Zugute komme der Stadt dabei die Tatsache, dass sie in den vergangenen Jahren bei den Investitionen „Vollgas“ gegeben habe. In der Auflistung der zahlreichen Einzelmaßnahmen erwähnte er unter anderem den Neubau der Georgsschule und des Feuerwehrhauses.
2025 seien darüber hinaus unter anderem die Verfahren für das geplante Thermenhotel und die kommunale Wärmeplanung vorangetrieben und der neue Verkehrsentwicklungsplan erstellt worden. In Betrieb genommen worden sei auch der Kindergarten „Harthausen Ost“. Das neue Dorfgemeinschaftshaus in Berbling sei fast fertiggestellt, mit dem Bau eines weiteren Lebensmittelmarktes an der Ecke Ellmosener/Dieselstraße mit darüberliegenden Wohnungen sei begonnen worden.
Als „echten Coup“ bezeichnete der Bürgermeister die Tatsache, dass sich die Firma Krones in Bad Aibling ansiedeln wolle und in einem ersten Schritt 250 neue Arbeitsplätze schaffe. „Das ist ein klares Signal. Bad Aibling kann Wirtschaft“, sagte Schlier.
Die Stadtwerke trieben darüber hinaus die Weiterentwicklung der Therme voran, aktuell mit dem Bau eines Ruhedecks. Das große Ziel, das 2026 erreicht werden soll: ein Anstieg der Besucherzahl auf 370.000.
Der Dank des Bürgermeisters galt bei dieser Gelegenheit auch der Verwaltung, deren Neuaufstellung er als „geglückt“ bezeichnete. Sie sei notwendig geworden, weil etliche Kollegen in den Ruhestand gegangen oder krankheitsbedingt ausgeschieden seien. „Wir wollen den Wandel nicht nur verwalten, wir wollen ihn aktiv gestalten“, formulierte der Bürgermeister die Devise für die Verwaltungsarbeit.
Deshalb habe die Stadt ein Organisationsgutachten zur Optimierung interner Abläufe erstellen lassen. Der Rathauschef kündigte an, im kommenden Jahr werde der Fokus „voll und ganz auf der Organisationsentwicklung“ liegen.
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
In seinen Dank bezog der Bürgermeister ausdrücklich auch die Mitglieder des Stadtrates ein und würdigte das konstruktive Miteinander im Gremium. „Wir haben dieses Jahr gezeigt, dass wir die Probleme lösen können, wenn wir als Gremium zusammenhelfen“, betonte Schlier. „Beim Blick auf das Wesentliche gibt es große Gemeinsamkeiten“, stellte das Stadtoberhaupt fest. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Fraktionen unterschiedliche Prioritäten setzten.
„Das gute Zusammenspiel zwischen Stadtrat und Verwaltung ist bei uns in Bad Aibling ein wesentlicher Erfolgsfaktor und Ausdruck eines funktionierenden Teamgefüges. So haben wir miteinander die größte Stadt im Landkreis Rosenheim mit rund 20.000 Einwohnern bestens organisiert“, schloss Schlier seine Ausführungen.