Bad Aibling – Die Kolpingsfamilie Bad Aibling will im kommenden Jahr auf jeden Fall ihre traditionelle Altpapier- und Altkleidersammlung fortsetzen, auch wenn die jetzt vorliegende Bilanz der bisher letzten Sammlung im vergangenen Herbst für den Verein erneut ernüchternd ausfällt. Nach Auskunft von Michael Liegl, dem Organisator der Aktion, wurden insgesamt 13,99 Tonnen Altpapier und 8,78 Tonnen Altkleider gesammelt.
Ein Plus von
2,1 Tonnen
Obwohl im Vergleich zur Frühjahrsversammlung im April 2025 damit bei den Altkleidern ein Plus von 2,1 Tonnen und beim Altpapier ein leichter Anstieg um 0,16 Tonnen registriert wurden, beträgt der Reinerlös nur 1.172 Euro und liegt damit deutlich unter den Ergebnissen in den vergangenen Jahren. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Einnahmen der Kolpingsfamilie im Vergleich zur Frühjahrssammlung um 100 Euro gestiegen sind.
„Der Markt für das Sammelgut ist im Moment total zusammengebrochen, was den massiven Preisverfall erklärt“, begründet Liegl das starke Gefälle bei den gezahlten Summen für das Sammelgut.
Der Vorstand der Bad Aiblinger Kolpingsfamilie hat sich dennoch einstimmig dafür ausgesprochen, die Sammlungen auch im nächsten Jahr trotz der angespannten Marktsituation im gewohnten Rhythmus durchzuführen. „Wenn wir einmal aussetzen, ist es schwer, die Aktion wieder im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern“, begründet Kolpingvorsitzender Franz Besel die Entscheidung. Auf jeden Fall bleibe es dabei, die Erlöse jeweils für einen guten Zweck zur Verfügung zu stellen.
Appell an die
Bevölkerung
Besel geht davon aus, dass der Verein im kommenden Jahr wieder mit dem langjährigen Abnehmer zusammenarbeiten kann. „Wenn nicht, dann haben wir auf jeden Fall eine Alternative“, sagt der Vorsitzende und bittet die Bevölkerung im Stadtgebiet und den umliegenden Ortsteilen bereits jetzt darum, die Kolping-Sammlung auch weiterhin tatkräftig zu unterstützen. Norbert Kotter