Bruckmühl – Einen Schwerpunkt in der letzten Marktgemeinderatssitzung des Jahres in Bruckmühl bildet stets der Tagesordnungspunkt „Jahresrückblick des Bürgermeisters“. Rathaus-Chef Richard Richter nannte zunächst einige statistische Zahlen, darunter 197 Kirchenaustritte, 68 Eheschließungen, 147 Sterbefälle, 126 Geburten und einen Ausländeranteil von 12,31 Prozent. Des Weiteren blickte er auf zahlreiche Jubiläen sowie wichtige Ereignisse wie beispielsweise den Rathausumzug und die Einweihung der renovierten Pfarrkirche St. Vigilius zurück.
Ferner erwähnte er unter anderem insgesamt 14 beziehungsweise sechs Sitzungen des Marktgemeinderates beziehungsweise Marktausschusses mit 232 beziehungsweise 98 Tagesordnungspunkten. Zu diesen zählten unter anderem der Hochwasserschutz, die Nahwärme Holzham, der Bebauungsplan für das Schwimmbad und das Feuerwehrhaus Waith. „Nach Außen – in der öffentlichen Tagesordnung – war es ein ruhiges, eher bürokratisches Jahr. Nichtöffentlich haben wir meines Erachtens einige sehr richtige Entscheidungen auf dem Weg gebracht, die erst im kommenden Jahr der Öffentlichkeit gewahr werden“, lautete sein Sitzungs-Fazit zu 2025.
„Schwierige
Startphase“
Doch der Bürgermeister erweiterte anschließend seinen Jahresrückblick auf eine Rückschau auf die 2020 unter Corona-Bedingungen begonnene und im März 2026 endende Amtsperiode des Marktgemeinderates. „Sie haben viel erreicht in den vergangenen fünf zweidrittel Jahren, darauf können Sie stolz sein“ befand er und fügte hinzu: „Trotz dieser sehr schwierigen Startphase nach der Neuformierung des Rates ist es Ihnen gelungen, sehr schnell in die Thematiken einzutauchen und Akzente zu setzen.“ Er erinnerte an in diesem Zeitraum behandelte Themen wie die größte Naturgewalt über die südlichen Ortsteile seit dem Mangfallhochwasser 1899, Hygiene und Lüftung, Wohnbau- und Kinderbetreuungsplatz-Offensiven („suchen seinesgleichen im Landkreis“) und die Entwicklung der Schullandschaft und des Naherholungsgebietes. Zudem wies er auf einen weiteren Meilenstein hin: „Ein echtes Denkmal haben Sie sich mit der Kulturmühle – unserer Perle – selbst gebaut. Kein Bauwerk der Kommune entfaltet so viel Integration und Freude bei den Bürgerinnen und Bürgern wie diese.“ Weiter führte er resümierend aus: „Ich habe es oft bewundert, wie gut sie in sehr kurzer Einarbeitungszeit mitdiskutieren konnten und schon Akzente setzten.“
Mit Blick auf die Zukunft erklärte Richter: „Ich finde es schade, dass es nicht ewig so weitergehen kann. Die Gemeinschaft des Marktgemeinderates wird ab Mai eine neue Zusammensetzung haben. Wir – ich beziehe mich hier als Teil der Verwaltung und als Gemeindebürger – können nur hoffen, dass die Damen und Herren des Marktgemeinderates 2026 dieselben Qualitäten wie Sie aufweisen:
Kreativität, offene Augen und Herzen, Unerschrockenheit, Hartnäckigkeit und eine unglaublich große Wertschätzung gegenüber sich selbst im Gremium, den Bürgerinnen und Bürgern mit ihren zum Teil originellen Anliegen, zu meiner Person hin, aber auch den Mitarbeitenden des Marktes gegenüber. Bruckmühl ist so erfolgreich, weil es einen wunderschönen Dreiklang hat: Tolle Mitarbeitende, unglaubliche Möglichkeiten, durch gute Infrastruktur und Entscheidungen in der Vergangenheit und den besten Gemeinderat, den sich Kommunen, Bürgermeister und Verwaltung nur wünschen können. Ein echtes Wir-Gefühl mit dem gemeinsamen Streben nach den besten Lösungen.“
In seinem abschließenden Ausblick aufs kommende Jahr äußerte er: „Mein Wunsch für 2026 ist, dass wir die Freude am Gestalten, die Lust am Finden neuer Wege durch den Hindernisparcours der Regularien und die Energie zur Extra-Meile und zur Zusatzschicht nicht verlieren und wir unsere Aufgabe Bruckmühl vorwärtszubringen nach Herzenslust ausführen können.“