Bad Aibling lichtet den Schilderwald

von Redaktion

Um das Stadtbild zu verschönern und Kosten zu sparen, wurden in Bad Aibling bereits Dutzende Verkehrszeichen entfernt. Bürgermeister Stephan Schlier kündigt an, dass die Stadt den Schilderwald auch in Zukunft weiter lichten will.

Bad Aibling – Der Schilderwald in Bad Aibling soll sich weiter lichten. Dies ist ein erklärtes Ziel von Bürgermeister Stephan Schlier und der Stadtverwaltung. Im Zuge dieser Bemühungen hat die Stadt nach Auskunft des Rathauschefs im vergangenen Jahr etwa drei Dutzend Verkehrszeichen entfernt, deren Nutzen nicht erkennbar war. 14 dieser Schilder entfielen auf den Bereich der Lena-Christ-Straße, des Glonnangers und der Sperlallee, darunter drei Schilder, die eine Tempo-30-Zone ankündigen.

15 weniger in der
Hofmühlstraße

Auch in der Hofmühlstraße konnte nach Auskunft des Stadtoberhauptes auf 15 Verkehrszeichen verzichtet werden, darunter fünf, die den Verkehrsteilnehmern Tempo 30 signalisieren. Der Bürgermeister begründet die Maßnahmen: „Die Sicherheit ist dadurch nicht beeinträchtigt. Das Straßenbild wird angenehmer und für die Autofahrer übersichtlicher.“

Die Reduzierung entbehrlicher Verkehrszeichen hat für den Bürgermeister nicht nur ästhetische Gründe. „Die Stadt profitiert davon auch in wirtschaftlicher Hinsicht“, so Schlier. Er führt aus, dass der Bauhof auf Dauer weniger Schilder kontrollieren müsse, was Arbeitszeit und damit Geld einspare. „Außerdem müssen weniger beschädigte Schilder ausgetauscht werden, was zusätzliches Einsparpotenzial birgt“, erläutert der Bürgermeister.

Für 2026 ist bereits eine weitere Reduzierung der Verkehrszeichen geplant. Am Dahlienweg sollen acht Einzelschilder und mindestens ein weiteres entfernt werden, das darauf hinweist, dass auf dieser Nebenstraße der Kolbermoorer Straße Tempo 30 gilt.

Bei der routinemäßigen Verkehrsschau im Herbst dieses Jahres, bei der neben Vertretern der Stadt auch Mitarbeiter der Polizei und des Landratsamtes zugegen sind, soll nach Auskunft des Bürgermeisters dann auch beraten werden, in welchen Bereichen der Stadt der weitere Abbau von Verkehrsschildern sinnvoll erscheint. Schlier betont, dass die bei der Verkehrsschau getroffenen Vereinbarungen zur Reduzierung des Schilderwaldes nicht in Stein gemeißelt sind. Schlier versichert: „Wir beobachten die Auswirkungen jeder Maßnahme sehr genau. Sollte sich herausstellen, dass an der ein oder anderen Stelle doch der Verbleib eines Schildes von Vorteil gewesen wäre, können wir kurzfristig Korrekturen vornehmen.“ Diese Flexibilität gilt auch umgekehrt. Das Stadtoberhaupt beschreibt eine übliche Praxis: „Manchmal weisen uns Bürger auf überflüssige Verkehrszeichen hin. Wenn ein Abbau sinnvoll erscheint, können wir in unserem Zuständigkeitsbereich zeitnah auf dem Verwaltungsweg tätig werden und müssen nicht bis zum nächsten gemeinsamen Begehungstermin im Herbst warten.“

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