Feldkirchen-Westerham – Wenn es um die Betreuung der Kinder geht, will die Gemeinde Feldkirchen-Westerham vorn mit dabei sein. Das hat Bürgermeister Johannes Zistl (OLV) erst kürzlich anlässlich der Bürgerversammlung den Eltern zugesagt (wir berichteten). Sichtbares Zeichen dafür ist die geplante Erweiterung des Kindergartens in Höhenrain.
Auch an Vereine und
Musikkappelle gedacht
Der nordwestliche Anbau an das Gemeindehaus, das sogenannte Tessmannhaus, ist schon abgerissen worden. „Ein idealer Platz für die dringend notwendige Erweiterung des Kindergartens“, ist Zistl überzeugt. Noch liegen die detaillierten Pläne nicht auf dem Tisch des Rathauses, aber fest steht schon jetzt, dass räumlich dabei auch an die Vereine und die Musikkapelle gedacht wurde. Und auch an die rund 25 Höhenrainer Grundschüler, die nach dem Unterricht zum Essen kommen. Für Krippe, Kindergarten und Ganztagsbetreuung hat die Gemeinde vorgesorgt. Über 600 Betreuungsplätze können angeboten werden. Das bedeutet, dass jedem Kind ein Platz zugesichert werden konnte. Um der erwarteten steigenden Nachfrage gerecht zu werden, sollen in den kommenden Jahren weitere 130 Plätze – auch in Vagen – bereitgestellt werden. Doch wie sieht es mit der Betreuung der großen Schar aus? Kann die Gemeinde der landesweit angespannten Lage im personellen Bereich erfolgreich begegnen? Davon sind Bürgermeister Johannes Zistl und seine dafür zuständigen engsten Mitarbeiterinnen überzeugt. „Wir haben dazu ein aktives Bewerbungsmanagement aufgebaut“, schreibt die Verwaltung mit Hinweis auf „ein neues Quereinsteigermodell mit Bezahlung ab dem ersten Tag“.
15 Prozent des
Verwaltungshaushalts
Auch in die Qualität der Betreuung investiert die westlichste Landkreis-Kommune: „Der freiwillig höher gesetzte Anstellungsschlüssel liegt mit 25 Prozent über dem geforderten Soll und damit auch deutlich über dem Durchschnitt in der Region. Diese Verbesserungen zusammengefasst kommen gleichermaßen den Kindern, den Eltern und dem Personal zugute: Gesicherte Öffnungszeiten, bessere Überbrückung von personellen Ausfällen, allgemein höhere Zufriedenheit.“
Dass das alles seinen Preis hat, ist kein Geheimnis: 5,24 Millionen Euro, also rund 15 Prozent des Verwaltungshaushalts, musste die Gemeinde im vergangenen Jahr 2025 dafür berappen.