Bruckmühl – Zur letzten Marktgemeinderatssitzung des Jahres gehörten die Grußworte der Fraktionssprecher, jeweils verbunden mit den besten Wünschen für das neue Jahr 2026. Den Reigen der Reden eröffnete Georg Oswald (BP), der sich beim Rathauspersonal bedankte, „das uns immer mit Rat und Tat unterstützt hat“. Er wünschte dem Bürgermeister, dessen Stellvertretern und allen Ratskollegen unter anderem, „dass wir alle gesund und munter 2026 wieder unsere Aufgaben erfüllen können“.
„2025 war ein
Jahr voller Bewegung“
Für die OLB erklärte Georg Pritzl: „2025 war für Bruckmühl ein Jahr voller Bewegung. Nicht immer war alles einfach, aber genau das macht uns aus. Die Haushaltslage bleibt angespannt und wir spüren alle, wie schwierig es ist, den Spagat zwischen notwendigen Investitionen und sparsamer Haushaltsführung zu meistern. Dennoch blicken wir optimistisch in die Zukunft. Lasst sie uns gemeinsam gestalten, mit all ihren Chancen und Herausforderungen.“
Georg Ziegltrum (CSU/PW) blickte auf die 2025 vorangetriebenen Themen zurück und erwähnte dabei unter anderem Bebauungsplanänderungen, die Weiterentwicklung der Feuerwehren, den Hochwasserschutz und Ganztagsschulen in Bruckmühl und Heufeld. „Dass dies so gut geklappt hat, dafür möchte ich der Verwaltung ein großes Lob aussprechen“, betonte er. Gerade in der heutigen Zeit seien diese Projekte auch wegen ihrer Komplexität nicht ganz einfach. Oft seien auch sehr viele unterschiedliche Beteiligte mit konkurrierenden Zielen dabei, was die Realisierung erschwere. Er würdigte außerdem die Arbeit des Marktgemeinderates: „Bei uns wird immer sachlich, konstruktiv und auch nie verletzend diskutiert. Es geht uns um die vernünftige Weiterentwicklung des Marktes. Ich hoffe, dass der zukünftige Gemeinderat ähnlich konstruktiv an die Themen herangeht.“ Des Weiteren erinnerte er an verschiedene Veranstaltungen und hob die Leistung des Stadtmarketings hervor („Hat das Leben der Bruckmühler verschönert“).
Josef Staudt (SPD/PU) sprach die Herausforderungen des Jahres 2025 für die Gemeinde an, die aber auch viele Chancen eröffnet hätten. „Wir haben wichtige Entscheidungen getroffen, die unsere Gemeinde nachhaltig prägen werden“, konstatierte er und nannte hierzu unter anderem das Sturzflut-Risikomanagement für die südlichen Ortsteile, die kommunale Wärmeplanung, die Bereitstellung der Unterkünfte für Migranten und den Kindergarten an der Rösnerwiese. „Diese Entwicklungen zeigen, wie viel wir gemeinsam bewegen können, wenn wir an einem Strang ziehen“, unterstrich er und fügte hinzu: „Über die Fraktionsgrenzen hinweg konnten wir wichtige Kompromisse finden – ein Zeichen gelebter Demokratie“. Sein Dank galt der Verwaltung, die mit großem Einsatz und großer Kompetenz die Beschlüsse umgesetzt habe. Auch die Beteiligung aus der Bürgerschaft zeige, wie lebendig und konstruktiv unser Gemeindeleben sei. Mit Blick auf 2026 wies er auf wichtige Weichenstellungen wie die Kommunalwahl, die Ortskernentwicklung und den weiteren Ausbau der Ganztagesversorgung der Schulen hin „und vieles andere, das die Arbeit des Gemeinderats sicher nicht langweilig werden lässt“.
Stefan Mager (Grüne) stellte fest: „Wir stehen am Ende eines bewegten Jahres, das uns gezeigt hat, wie wertvoll unsere Demokratie ist und wie sehr sie unsere gemeinsame Verantwortung braucht. In Zeiten, in denen autoritäre Stimmen lauter werden und populistische Parolen versuchen, unsere Gesellschaft zu spalten, ist es umso wichtiger, dass wir als Rat zusammenstehen.“ Dies habe man mit der Entscheidung zur Aufnahme weiterer Flüchtender sehr eindrucksvoll bewiesen. „Hierfür nochmals unseren ausdrücklichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen des Rates zu der Entscheidung sowie an alle Mitarbeitenden der Verwaltung für die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen.“
Herausforderungen
werden nicht weniger
Weiter führte er aus: „Das kommende Jahr wird uns einige Herausforderungen bringen. Darum lasst uns weiter an dem arbeiten und wirken, wo wir unseren Einfluss auf kommunaler Ebene geltend machen können. Räume schaffen, in denen Menschen miteinander reden, statt übereinander. Brücken bauen, wo andere Mauern errichten wollen – Gemeinsinn für alle. Für ein Bruckmühl, wo sich die Bürgerinnen und Bürger wohlfühlen.“