Große Hilfe dank kleiner Spende

von Redaktion

Sammlung in Kindergärten und Luitpoldschule – Erlös für Kinderdorf und Rotes Kreuz

Bad Aibling – Mit einer relativ kleinen Spende von einem Euro eine wichtige Hilfe leisten zu können und Kindern auf diese Weise gleichzeitig den Wert von Verzicht und Solidarität näherzubringen: Dieser Gedanke steckte hinter der Aktion „Kinder helfen Kindern – weniger ist manchmal mehr“, die erstmals von sieben Kindergärten im Stadtgebiet und der Luitpold-Grundschule durchgeführt wurde.

Ideengeberin war Claudia Vodermaier, die Elternbeiratsvorsitzende der Luitpoldschule, die auch in der Elternvertretung des unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt stehenden Kindergartens „Burg Sonnenstein“ aktiv ist.

An der gemeinsamen Spendenaktion haben sich neben dieser Einrichtung das Kinderhaus Camino, die integrative Waldorfkinderkrippe „Sternenbrücke“, der evangelische Kindergarten „Zum Regenbogen“, die katholische Kindertagesstätte St. Georg, der städtische Kindergarten „Sternenschnuppe“ und der Waldkindergarten „Wurzelburg“ beteiligt. „Im Mittelpunkt stand das Teilen“, sagt Claudia Vodermaier.

Das Kinderdorf Irschenberg erhielt die insgesamt 620,76 Euro, die in den teilnehmenden Kindergärten auf diese Weise zusammenkamen. Mit den 551,06 Euro, die in der Luitpoldschule gesammelt wurden, wurde die Anschaffung eines neuen Hospizmobils unterstützt, mit dem das Rote Kreuz schwerkranken Menschen, deren Tod oftmals nahe ist, eine Ausflugsfahrt als letzten Herzenswunsch erfüllt. „Unser Lehrerkollegium fand diese Aktion toll. Wir waren gerne dabei, weil die Kinder auf diese Weise auch gelernt haben, dass es an Weihnachten nicht nur um Geschenke geht, die man selber bekommt“, sagt stellvertretende Schulleiterin Stefanie Böcklein.

Auch für Agnes Grünäugl, Leiterin des Kindergartens „Burg Sonnenstein“, ist der pädagogische Ansatz der gemeinsamen Aktion wertvoll. „Die Kinder haben auf eine für sie verständliche Art erfahren, dass sie helfen können“, sagt sie. Wichtig war ihr vor allem auch, dass der Reinerlös für Projekte in der Region verwendet wurde.

„Die Aktion zeigt eindrucksvoll, wie viel man gemeinsam bewegen kann. Wir sind allen Beteiligten unglaublich dankbar für dieses Beispiel gelebter Nächstenliebe“, freut sich Matthias Baumann, Assistent der Geschäftsführung des Kreisverbandes Rosenheim des Bayerischen Roten Kreuzes, über die Finanzspritze. Groß ist die Freude auch bei Pia Klapos, der Leiterin des Kinderdorfes Irschenberg. „Mich freut es außerordentlich, wenn wir mit so viel Herz und Engagement unterstützt werden“, sagt sie. Norbert Kotter

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