Tuntenhausen – Die „Liste 83104“ trägt einen Teil ihres Programms bereits im Namen: Sie tritt ortsteilsübergreifend für die Belange der gesamten Gemeinde Tuntenhausen an. Aus allen größeren Ortsteilen bewerben sich zehn Frauen und zehn Männer für die Gemeinderatswahl am 8. März.
Die Aufstellung der Kandidaten erfolgte kürzlich im zweiten Versuch, nachdem die erste Aufstellungsversammlung nicht termingerecht angekündigt worden und somit ungültig war. Die Wahl verlief reibungslos, wie bereits im November, ohne Gegenstimme oder Enthaltung.
Thomas Kranz aus Innerthann führt die Liste 83104 als Spitzenkandidat in die Kommunalwahl. Im Rückblick auf die Arbeit der vergangenen fünfeinhalb Jahre hob Kranz das Engagement der Liste hervor, insbesondere im Zusammenhang mit Transparenz und Bürgerbeteiligung wie der Bürgerfragestunde sowie bei zahlreichen Gemeindeprojekten wie dem Flächennutzungsplan, der Ortsmitte Ostermünchen, familienfreundlichem Bauen und Wohnen sowie der Energie- und Nahversorgung.
Zusammen mit Margit Kraus, Michael Haupert und Martin John stellte er die Schwerpunkte des Programms der Liste vor. „Wir unterscheiden uns von einigen anderen Listen dadurch, dass wir mit Sachthemen und Inhalten antreten“, betonte John. „Mehr Transparenz und Beteiligung der Bürger muss auch weiterhin fortentwickelt und eingefordert werden. Hier gibt es keine Holschuld der Bürger, wie von konservativer Seite immer wieder einschränkend behauptet wird.“
Margit Kraus sah ihrerseits den Kampf gegen die derzeitige Planung zum Brennernordzulauf und die damit einhergehende Zerstörung von Natur und Landwirtschaft als einen ihr besonders wichtigen Punkt. Der Erhalt der örtlichen Landwirtschaft und Natur war allen Anwesenden ein wichtiges Anliegen; Neubauprojekte und die Erweiterung des regionalen Gewerbes sollten im Einklang damit gefördert werden. „Bauen und Wohnen muss bezahlbar sein“, forderte Kranz, „außerdem brauchen wir neue Ideen und Konzepte auch für altersgerechtes Wohnen.“
Michael Haupert kritisierte, dass die vergangenen Ausschreibungen diverser Einheimischenmodelle in Tuntenhausen gezeigt haben, dass diese zum großen Teil nicht den einkommensschwachen Bürgern zugutekamen. Zukünftige Ausschreibungen sollten daher deutlich verstärkter an Einkommensgrenzen der sozialen Wohnraumförderungen und dem Wohnort gebunden werden.
Die Liste im Einzelnen: 1. Thomas Kranz (Innerthann), 2. Michael Haupert (Hohenthann), 3. Martin John (Ostermünchen), 4. Margit Kraus (Hohenthann), 5. Claudia Fröhlich (Tuntenhausen), 6. Ercan Köse (Ostermünchen), 7. Oliver Tönse (Schönau), 8. Claudia Gäbert (Beyharting), 9. Dr. Carmen Gallitzendorfer (Hohenthann), 10. Andreas Bradler (Innerthann), 11. Christiane Schunda (Hohenthann), 12. Michael Schraft (Hohenthann), 13. Adelheid Rupp (Innerthann), 14. Ingrid Stehle (Innerthann), 15. Alexander Haferkorn (Tuntenhausen), 16. Wilfrid Mache (Hohenthann), 17. Sieglinde Weyrich (Hohenthann), 18. Gabriele Grathwohl (Bolkam), 19. Rainer Gallitzendorfer (Hohenthann), 20. Anna-Maria John (Ostermünchen).