Ostermünchen – Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht in Ostermünchen: Marinus Baumann und Maxi Mayer sorgten bei den deutschen Meisterschaften im Weitschießen der Stockschützen für einen herausragenden Erfolg. Mit insgesamt drei errungenen Meistertiteln kehrten die beiden Athleten höchst erfolgreich von den nationalen Titelkämpfen aus Flensburg zurück.
Monatelang hatte Franz Mayer die Jugendlichen, darunter Isidor und Marinus Baumann sowie seine Söhne Maxi und Lukas Mayer, auf dieses Ereignis vorbereitet. Genauso beschwerlich gestaltete sich die Anreise in den hohen Norden nach Flensburg, dem Austragungsort der Titelkämpfe. Maxi Mayer berichtete: „Dort hatte es so viel Schnee wie seit zehn bis 15 Jahren nicht.“
Zeichen für die
starke Nachwuchsarbeit
Er erzählte zudem, dass man erst Schneeschaufeln kaufen musste, da Schnee im hohen Norden eine Seltenheit sei.
Vor großer Konkurrenz bewiesen Baumann und Mayer Nervenstärke, Technik und Konstanz. Ihre Leistungen unterstrichen eindrucksvoll das hohe sportliche Niveau, das die Stockschützen aus Ostermünchen seit Jahren auszeichnet. Die Titelgewinne sind nicht nur ein persönlicher Erfolg für die Sportler, sondern auch ein starkes Zeichen für die hervorragende Nachwuchsarbeit und den Zusammenhalt im Verein.
„Ostermünchen darf stolz auf seine erfolgreichen Stockschützen sein“, sagte der ehemalige SVO-Vorstand Peter Niedermeier, der jahrelang für die Stockschützen zuständig war und ab und an noch selbst mitschießt.
Den Start machte die U14, die zum zweiten Mal nationale Titelkämpfe austrug. Marinus Baumann, 13 Jahre alt, war sofort in Form und setzte bereits im ersten Durchgang seine Siegerweite von 93,03 Meter. Am Ende lag Baumann fast 30 Meter vor dem Zweitplatzierten. Auch sein Vereinskollege Isidor Baumann, zehn Jahre alt, kam auf einen hervorragenden siebten Platz. Auch beim Wettbewerb der U16 trat der junge Marinus Baumann an. An diesem Tag herrschte auf der hervorragend hergerichteten Anlage strahlendes Winterwetter. Hier kam das große Talent jedoch schwer ins Turnier. Erst im dritten Durchgang konnte er seine Leistung abrufen, diese dann aber kontinuierlich steigern. Im fünften Durchgang schoss er mit 97,17 Meter seine Siegerweite. Mit knapp elf Meter Vorsprung wurde er auch hier deutscher Meister.
Auch bei der U23 schlugen die „Mayer-Boys“ zu. Maximilian Mayer siegte hier mit der Siegesweite von 93,43 Meter. Die Dichte bei den Junioren war hier enorm, was sich bereits im ersten Durchgang zeigte, als Mayer und seine Konkurrenten Adamek und Rehrl hervorragende Weiten erzielten. Maximilian Mayer lag allerdings nach dem dritten Durchgang noch auf Rang vier, steigerte sich dann gewaltig und schaffte im vierten Durchgang die Siegerweite von 93,43 Meter. Das tolle SVO-Ergebnis machte Lukas Mayer mit einem sechsten Platz perfekt.
Der „Meisterstreich“ von Flensburg hallte schnell bis nach Ostermünchen. Dort ließ es sich der Verein nicht nehmen, für seine erfolgreichen Stockschützen eine spontane Meisterfeier zu organisieren. Bereits auf der Vereinsanlage kündigten Plakate das besondere Ereignis an. Abteilungsleiter der Stockschützen, Franz Eder, selbst ehemaliger deutscher Meister der U18, sprach vom Stolz des gesamten Vereins auf die vier Jugendlichen sowie ihren Trainer Franz Mayer. Auch SVO-Vorstand Markus Lupp ordnete den Erfolg als „phänomenalen Start in das Sportjahr 2026“ ein. „Auf der Jahreshauptversammlung werden wir die fünf entsprechend ehren“, kündigte er an.
Nächster Höhepunkt
folgt in Inzell
SVO-Vorstand Christian Mayer hob hervor, wie außergewöhnlich es sei, dass der SVO gleich drei neue deutsche Meistertitel in seine Vereinschronik aufnehmen könne. Für heitere Momente sorgte schließlich der überglückliche Maximilian Mayer, der in launigen Worten von der tatkräftigen Schneeräumung durch das THW während der Titelkämpfe in Flensburg berichtete. Doch für die Weitenjäger vom SVO ist keine Ruhe angesagt; schon im Februar stehen die Europameisterschaften in Inzell an. Trainer Franz Mayer äußerte sich dazu: „Hoffentlich kommen hier viele Fans und unterstützen unsere Jungs. Sollte machbar sein, denn Inzell liegt ein wenig näher als Flensburg.“