Aus dem Motivationsloch zum Triumph

von Redaktion

Die Sportlerinnen Jana Pfann und Ramona Dandl wurden von der Marktgemeinde Bruckmühl geehrt. Am Ehrenabend sprachen die Weltmeisterin und die deutsche Meisterin über ihre persönlichen Antriebe, Motivationsprobleme und machten anderen Mut.

Bruckmühl – Mit einer heiter-glanzvollen Sportlerehrung würdigte der „RKB Solidarität“ Bruckmühl die Leistungen seiner Aktiven im vergangenen Jahr – allen voran den Weltmeistertitel von Jana Pfann und den deutschen Meistertitel von Ramona Dandl – beide im 1er-Kunstrad der Elite-Frauen. „Es ist toll, dass wir so einen tollen Verein haben mit solch tollen Sportlerinnen, Spartenleiterinnen und einem so engagierten Trainerteam“ – mit diesen Worten eröffnete die „Soli“-Vorsitzende Doris Niedermeier den Ehrenabend in der Kulturmühle.

Sportlerin
durch und durch

Den ersten Programmpunkt bildete die Ehrung für die Weltmeisterin Jana Pfann. Die Laudatio dafür übernahm das bereits im Juni 2025 für seinen Junioren-Europameister-Titel im 2er-Kunstrad geehrte Duo Lisa und Benny Lechner. Abwechselnd ließen die beiden die bisherige sportliche Laufbahn von Jana Pfann Revue passieren, die unter anderem bereits 2022 den Weltmeistertitel in der Elite-Klasse errungen hatte und 2024 Vize-Weltmeisterin wurde.

Des Weiteren beschrieben sie ihren Saisonverlauf 2025. Mit launigen Worten schilderte sie dann einen typischen Wochentag von Jana, der mit einem Protein-riegel und auf dem „Stairmaster“ beginnt, nach der Arbeit mit Kunstrad- und Krafttraining fortgesetzt wird und oftmals auch mit Volleyballtraining endet (Jana spielt im Damenteam des SV Bruckmühl, Anmerkung der Redaktion). „Ganz nebenbei“ trainiert sie auch die Lechner-Zwillinge und fährt mit ihnen zu ihren Wettkämpfen. „Wir sind ihr sehr dankbar dafür, und sie ist für viele von uns eine gute Freundin, sehr hilfsbereit und herzlich und immer für einen da“, würdigten Benny und Lisa. Bei einer heiteren Fragerunde zum Abschluss erfuhren die Besucher unter anderem, dass Jana vor ihren Wettkämpfen als „Ritual“ vier Kilometer joggt und sich gelegentlich auch einen „Rösti“-Burger gönnt.

Dann verfolgten die Besucher gebannt und mucksmäuschenstill die Videoaufzeichnung der fünfminütigen WM-Siegesfahrt und spendeten am Ende tosenden Applaus. In ihrer Dankesrede erklärte Jana Pfann (auch in der UCI-Gesamtwertung führend): „Viele von denen, die heute hier sitzen, haben einen Teil dazu beigetragen, dass ich Weltmeisterin wurde.“

Sie verriet, dass sie zu Saisonbeginn 2025 mit Motivationsproblemen kämpfte und sogar erwog, die Saison auszulassen. Ihre Mutter und Trainerin Nicole habe sie jedoch motiviert und in Zusammenarbeit mit Markus Hainz und 1er-Ex-Weltmeister Lukas Kohl habe sie Änderungen im Training und bei der Ernährung vorgenommen. Sie sprach dem Trio daher ihren besonderen Dank aus und stellte abschließend fest: „Ich bin aus meinem Loch gekommen, viele Höhen und Steine waren auf meinem Weg, aber ich bin Weltmeisterin und 2026 geht es weiter.“

Die Laudatio für Ramona Dandl hielt die Junioren-Vizeeuropameisterin von 2023, Mina Heinritzi. Sie ging auf den spannenden Saisonverlauf von Ramona ein, die letztlich um 1,05 Punkte die WM-Qualifikation verpasste, sich jedoch erstmals den deutschen Meistertitel sicherte („Ein Fluch ist gebrochen“) und in der Weltcup-Gesamtwertung den zweiten Platz belegte.

Auf die Frage, was sie „außer Kunstradsport“ noch gut könne, bekannte Ramona schmunzelnd: „Morgenmuffel“. Die Geehrte bedankte sich unter anderem bei ihrer Mama Antje und bei Doris Niedermeier und berichtete, dass sie sich nach einem krankheits- und verletzungsbedingten Tiefpunkt zu Saisonbeginn zurückgekämpft habe.

Nach einem Tiefpunkt
zurückgekämpft

Die Glückwünsche der Marktgemeinde für die beiden Spitzensportlerinnen überbrachte – zusammen mit Präsenten – Anna Wallner. „Die „Soli“ und auch wir als Marktgemeinde haben mit euch zwei absolut sportliche Ausnahmetalente, die weit über die Gemeindegrenzen bekannt und ein wunderbares Aushängeschild sind – wir sind alle sehr stolz auf euch“, konstatierte die Dritte Bürgermeisterin und führte weiter aus: „Ich möchte aber auch allen anderen „Soli“-Sportlerinnen und Sportlern gratulieren, denn ihr habt alle gewonnen, weil ihr Sport macht.“ Sie dankte außerdem allen Trainern, Eltern und Unterstützern „dass ihr das alles möglich macht – sonst geht sowas nicht.“

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