Bei den Burschen ist Feuer auf dem Dach

von Redaktion

52 Alarme für Willinger Floriansjünger im vergangenen Jahr – Dank vom Bürgermeister

Bad Aibling/Willing – Zu insgesamt 52 Einsätzen wurde die Willinger Feuerwehr im vergangenen Jahr alarmiert. Das gab Kommandant Christian Sallaba bei der Jahreshauptversammlung der Wehr im Gmoahof vor Kurzem bekannt.

Neben fünf Brandalarmen weist die Statistik unter anderem 24 technische Hilfeleistungen und neun sonstige Einsätze aus. 14-mal wurden die Floriansjünger bei medizinischen Notfällen als Ersthelfer vor Ort benötigt. Gefordert waren die Aktiven der Feuerwehr, unter denen sich fünf Frauen befinden, unter anderem bei einem Dachstuhlbrand in der Burschenhütte nahe Mitterham, zwei schweren Verkehrsunfällen auf der Staatsstraße 2078 und auf dem Autobahnzubringer sowie beim Brand eines Komposthaufens. „Insgesamt kamen 2025 389 Einsatzstunden zusammen“, berichtete Sallaba.

Großübung im Bereich
des Willinger Tunnels

Um stets auf dem aktuellen Wissensstand zu sein, investierten die Ehrenamtlichen darüber hinaus 1260 Stunden ihrer Freizeit für die Ausbildung. Auf dem Programm standen nach Auskunft des Kommandanten unter anderem eine Fortbildung im Bereich der Kinderreanimation, der Grundlehrgang Absturzsicherung sowie Kurse für die Maschinisten beziehungsweise über die fachgerechte Anwendung von Motorkettensägen. Über 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei seien darüber hinaus bei einer vom Landratsamt initiierten Großübung im Bereich des Willinger Tunnels im Einsatz gewesen. Simuliert worden sei ein Verkehrsunfall mit neun verletzten Personen. „Das war eine große Herausforderung für unsere Wehr“, betonte Sallaba in seinem Rückblick.

Michael Kaffl, stellvertretender Kommandant und Jugendwart der Feuerwehr, berichtete unter anderem von 33 Übungen, die der Feuerwehrnachwuchs im vergangenen Jahr absolviert hat. Besonders freute ihn, dass der Mitgliederstand bei der Jugendfeuerwehr mit neun Anwärtern stabil ist.

Vereinsvorsitzender Michael Krimplstötter verwies in seinem Jahresbericht auf zahlreiche Aktivitäten der Wehr. „Wir haben allein an vier Feiern von Gründungsjubiläen benachbarter Feuerwehren teilgenommen – in Mietraching, Holzham, Tuntenhausen und Harthausen“, erinnerte er in seinem Rückblick. Erfolgreich verlaufen seien auch der Kinderfasching und der Christbaumverkauf im Dezember. „Mit unserem Menschenkicker-Turnier, das 2025 erstmals stattfand, haben wir gleich zu Beginn einen Volltreffer gelandet“, berichtete Krimplstötter.

Eine Wiederholung des Turniers ist in diesem Jahr dennoch nicht angedacht. Grund: Neben den Traditionsveranstaltungen wird die Wehr beim Gaufest, das der Oberlandler Trachtenverein im Juli in Willing ausrichtet, stark gefordert sein. „Da dürfen wir uns mit einer weiteren Großveranstaltung nicht übernehmen“, begründete der Vereinsvorsitzende den Verzicht. Außerdem wolle die Wehr heuer den Vorplatz des Gmoahofs im Bereich des Kreuzes ein wenig verschönern.

Umzug als logistische
Herausforderung

Bei den Versammlungsteilnehmern stießen die Berichte und auch die Ausführungen von Schatzmeisterin Simone Lechner, die von einem geordneten Kassenstand sprach, auf Wohlwollen. Die einstimmige Entlastung des Vorstandes war somit reine Formsache.

Als erste logistische Herausforderung im Jahr 2026 steht demnächst ein Umzug für die Feuerwehr an. Der Erweiterungsbau in unmittelbarer Nähe des Gerätehauses geht seiner Vollendung entgegen. Nach dessen Fertigstellung wird unter anderem die Ausrüstung für den mobilen Hochwasserschutz dort gelagert. „Dann kann im Feuerwehrhaus ein eigener Umkleidebereich für die Feuerwehrfrauen entstehen. Das ist ein langgehegter Wunsch von uns“, betonte der Vereinsvorsitzende. Kommandant Christian Sallaba sieht in dem erweiterten Raumangebot „eine wichtige Verbesserung“ für die Willinger Floriansjünger.

Deren Vorfreude auf die Fertigstellung des Erweiterungsbaus teilt auch Bürgermeister Stephan Schlier, der Gast der Versammlung war. Er nutzte die Gelegenheit, um allen 175 Mitgliedern der Feuerwehr für ihr großes Engagement zu danken. Den Aktiven wünschte er, dass sie immer wieder gesund von ihren Einsätzen zurückkehren. Norbert Kotter

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