Bad Aibling – Eine Premiere der besonderen Art steht am Samstag, 31. Januar, beim Theaterverein Bad Aibling an. Mit der „Märchenstunde im Luli“ begibt sich der Verein in Zusammenarbeit mit der an der Georgsschule angesiedelten Arbeitsgemeinschaft (AG) Laientheater, der Diakonie und dem Kreisjugendring (KJR) auf ein völlig neues Terrain und bietet erstmals ein reines Kindertheater an seinem Stammsitz in der Wendelsteinstraße an.
Idee entstand in
der Mittagsbetreuung
Insgesamt 22 Kinder wirken bei der Aufführung der beiden auf dem Programm stehenden Einakter „Dornröschen“ und „Die goldene Gans“ mit. „Das sind zwei kurze Stücke, die wir kindgerecht aufbereitet haben“, erklärt Vero Reiser vom Theaterverein, die sowohl die Texte verfasste als auch Regie führt. Die Idee für die um 15 Uhr beginnende Vorstellung, deren Saaleinlass um 14 Uhr ist und die eine gute Stunde dauern soll, entstand im Rahmen der Mittagsbetreuung an der Georgsschule.
Hand in Hand
zur AG Laientheater
Dort lernten sich Elke Netscher, die Leiterin der von der Diakonie in Rosenheim betriebenen Einrichtung, und Vero Reiser kennen, welche als Musiklehrerin tätig ist. Schnell fassten sie den Entschluss zur Gründung der AG Laientheater, welche sowohl an der Schule als auch bei Netschers Arbeitgeber auf Wohlwollen stieß. Kurz vor den Weihnachtsferien des Jahres 2024 stand der erste Bühnenauftritt an der Schule an. Der Einakter „Die Engel retten Weihnachten“ dauerte rund 20 Minuten.
Die AG, welche sich aus Kindern der Grund- und Mittelschule sowie der Mittagsbetreuung zusammensetzt, war auch Initiator bei der Aufführung des Stücks „Der Zauberer von OZ“ im Sommer vergangenen Jahres. Bereits damals beschlossen Netscher und Reiser, ihr gemeinsames Engagement im Theaterbereich an der Schule auszuweiten.
„Wir sind sehr dankbar, dass uns neben der Diakonie, der Schule und dem Theaterverein auch der Kreisjugendring unterstützt“, sagt Netscher. Eine Voraussetzung für eine finanzielle Förderung des Kreisjugendrings aus dem Topf „Vereine an Schulen“ sei, dass Kinder aus der Schule und den Reihen des Theatervereins bei einem geförderten Projekt kooperieren. „Das ist hier der Fall“, konstatiert Vero Reiser und ist zudem froh darüber, dass ihr die Studentin Lea Meyer (23) bei der Umsetzung zur Seite steht. Sie absolviert derzeit ein dreieinhalb Jahre dauerndes Studium im Bereich „Soziale Arbeit“ und sammelt die hierfür erforderlichen praktischen Erfahrungen bei der Diakonie.
„Ohne Lea würde es nicht gehen“, räumt Reiser ein. „Die Theaterarbeit ist schon anstrengend. Ich helfe aber gerne mit“, betont die 23-Jährige. Einmal pro Woche proben die Laiendarsteller im Alter von sechs bis zehn Jahren derzeit etwa 90 Minuten. „Da uns die Lea auch in der Mittagsbetreuung unterstützt, kennt sie die individuellen Bedürfnisse und Besonderheiten der Kinder und kann sich sehr gut in sie hineinversetzen“, empfindet auch Elke Netscher das Mitwirken der Studentin als „eine große Hilfe“. Da sie bei jeder Probe den Erfolg ihres Engagements etwas deutlicher sieht, bereitet Lea Meyer die Arbeit beim Theater großen Spaß. „Die Kinder lernen sehr fleißig ihre Texte. Auch viele Eltern helfen unterstützend mit. Das läuft wirklich super“, zeigt sich die Studentin begeistert.
Entwicklung der jungen
Schauspieler stets im Blick
Damit am Tag der Premiere wirklich alles passt, legt Vero Reiser bei Bedarf auch ein wenig Strenge an den Tag. Eine Eigenschaft, die Elke Netscher für wichtig erachtet. Das Theaterspielen betrachtet sie mit Blick auf die Entwicklung der Kinder als ein wertvolles Angebot. „Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und dient zugleich als Sprach- und Konzentrationstraining“, weiß sie.
Premiere findet
am 31. Januar statt
Der Premiere am Samstag, 31. Januar, folgen weitere Aufführungen am Sonntag, 1. Februar, am Samstag, 7. Februar, und am Sonntag, 8. Februar. Auch an diesen Tagen ist der Beginn um 15 Uhr. Karten sind ausschließlich an der Theaterkasse erhältlich; ein Vorverkauf findet nicht statt. Kinder bis fünf Jahre zahlen keinen Eintritt, ansonsten wird ein Eintritt erhoben.