Querungshilfe für neue Wohnanlage kommt

von Redaktion

Der Marktausschuss Bruckmühl hat den Bau eines Gehwegs mit Querungshilfe an der Sonnenwiechser Straße beschlossen. Im Gremium wurde jedoch über die „immensen“ Kosten und die Frage diskutiert, ob ein Zebrastreifen die sicherere Alternative gewesen wäre.

Bruckmühl – Im Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren für eine Wohnanlage an der Sonnenwiechser Straße aus dem November vergangenen Jahres konnte mit dem Grundstückseigentümer auch die Abtretung einer Fläche entlang der Sonnenwiechser Straße vereinbart werden. Damit war auch eine Fläche mit Wegerecht in Nord-Süd-Richtung im zentralen Mittelbereich der Bebauung verbunden. In der ersten Marktausschusssitzung des Jahres erteilte das Gremium nun einstimmig einem Gehweg samt Querungshilfe auf Höhe des künftigen Neubaus grünes Licht.

Grundlage dafür war laut Beschlussvorlage eine zuvor durchgeführte Möglichkeitsprüfung des Projekts durch die gemeindliche Verwaltung. Das Fazit: Die vorgelegten Planungen könnten so umgesetzt werden, für die Baumaßnahme besteht eine Zuschussmöglichkeit über Finanzmittel der Städtebauförderung.

Ob und in welchem Umfang eine Förderung in Anspruch genommen werden kann, ist laut Gemeinde noch abschließend zu prüfen. Gute Aussichten gibt es demgegenüber für den finalen Grunderwerb von circa 180 Quadratmetern für die Querungshilfe. Laut Sachgebiet Tiefbau belaufen sich die Baukosten auf grob 150.000 Euro, die Umsetzung könnte frühestens 2027 beginnen. Wolfgang Huber bezeichnete die veranschlagten Kosten von 150.000 Euro „als immens“. Enttäuscht zeigte sich der Grünen-Rat, dass die von ihm favorisierte Zebrastreifenvariante nicht realisiert werden kann. Nach seiner Ansicht wäre diese Alternative nicht nur kostengünstiger, sondern würde auch einen deutlich größeren Sicherheitsvorteil bieten. Als Negativbeispiel führte er die Querungshilfe über die Kirchdorfer Straße auf der Höhe „der Ladengruppe“ an: „Hier fahren die Autos tagtäglich ohne Temporeduzierung mit 50 km/h vorbei.“

Anders bewertete dies Anna Wallner. Die CSU/PW-Rätin zeigte sich als „kein Freund von Zebrastreifen“. Für sie würden Letztere vor allem bei kleinen Schulkindern ohne Verkehrserfahrung falsche Sicherheitsgefühle vermitteln: „Wenn die Kids die Geschwindigkeiten der Autos falsch einschätzen, kann es schnell problematisch werden.“

Ähnlich sah dies SPD/PU-Marktgemeinderat Josef Staudt. Er sah deutliche Vorteile bei Querungshilfen mit einer kleinen Insellösung in der Straßenmitte, auf der die Fußgänger zur Sicherheit noch einmal stehen bleiben können.

Hubert Maier wies zudem noch auf ein ganz anderes Problemszenario hin: „Wenn die Grundstücke bis zum Gehweg mit hohen Zäunen oder Hecken zur Straßenseite hin eingefriedet werden, fehlen Sichtachsen sowohl für die Autofahrer als auch für Fußgänger und Radfahrer, und dann kann es trotz Querungshilfe schnell brenzlig werden. Hier sollten wir unbedingt an saubere Sichtdreiecke für alle Beteiligten denken.“ Für diese Argumentation erhielt der CSU/PW-Rat Unterstützung von Stefan Mager, Grüne.

Letztlich plädierte das Kommunalplenum ohne Gegenstimme für den Gehweg samt Querungshilfe laut Beschlussvorlage.

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