Diskussion um Zukunft der Schwimmbäder bahnt sich an

von Redaktion

Bad Feilnbach schließt Haushalte ab – Personalkosten, freiwillige Leistungen und Software im Fokus

Bad Feilnbach – Die Haushaltsjahre 2022 und 2023 liegen bereits einige Zeit zurück, nun haben sie in Bad Feilnbach auch „formell“ ihren Abschluss gefunden. Nach der Stellungnahme der Verwaltung zum Rechnungsprüfungsbericht stellte der Gemeinderat kürzlich beide Jahresrechnungen fest und erteilte die Entlastung.

Der Weg dorthin ist aufwendig: Nach Abschluss eines Haushaltsjahres legt die Verwaltung die Jahresrechnung – also das offizielle Ergebnis des Haushaltsjahres – dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit vor. Anschließend beginnt die Arbeit des Rechnungsprüfungsausschusses. In Bad Feilnbach wurden die Jahre 2022 und 2023 gemeinsam geprüft. Dabei fiel unter anderem eine deutliche Steigerung der Personalkosten von 2019 bis 2024 ins Auge. Die Verwaltung konstatierte, dass die Kernverwaltung über eine vergleichsweise durchschnittliche Personalausstattung verfüge. Die höheren Ausgaben könnten durch Aufbau und Struktur sowie durch die zahlreichen freiwilligen Aufgaben der Gemeinde erklärt werden.

Die Geschäftsleitung geht von weiter steigenden Personalkosten aus. Tarifabschlüsse, der Ausbau gemeindlicher Dienstleistungen – etwa zusätzliche Kindergarten- oder Krippengruppen sowie die gesetzlich vorgeschriebene Ausweitung der Mittagsbetreuung an Schulen – tragen erheblich dazu bei. Auch die Digitalisierung verursache zunächst Mehrarbeit und damit zusätzliche Personalkosten. Einfluss könne durch Prozessoptimierungen und im Bereich der freiwilligen Leistungen genommen werden.

Ein weiteres Thema war die Abrechnung von Projekten. Um Kostentransparenz zu schaffen und Projekte auch über Haushaltsjahre hinweg sauber abzurechnen, wurde eine Projektsoftware angeschafft, die derzeit in die internen Abläufe des Rathauses integriert wird.

Auf der Prüfungsliste standen zudem die beiden gemeindlichen Schwimmbäder; Einnahmen, Ausgaben und Pachtverträge wurden eingehend betrachtet. Die Verwaltung teilte mit, dass im September 2025 die Schwimmbadgebühren angepasst und die Tarifstruktur klarer definiert worden seien. Eine mögliche Tariferhöhung zur Steigerung der Einnahmen sei dabei nicht in Erwägung gezogen worden. „Dies ist im Zusammenhang mit dem Thema ‚Freiwillige Leistungen‘ und der Tatsache, dass eine Kommune wie Bad Feilnbach mit geringer Finanzkraft zwei Schwimmbäder unterhält, künftig noch intensiv zu diskutieren“, hieß es aus dem Rathaus. Die Verwaltung werde dem Gemeinderat daher regelmäßig mögliche Tariferhöhungen zur Entscheidung vorlegen. Aus dem Gremium erkundigte sich Thomas Funk (Grüne), warum die Jahresrechnungen 2022 und 2023 erst im Jahr 2026 behandelt würden. Kämmerin Maresa Nagl erläuterte das teils langwierige Verfahren – von der Präsentation der Jahresrechnung über die Prüfung durch den Rechnungsprüfungsausschuss bis hin zur Stellungnahme der Verwaltung. Abschließend stellte der Gemeinderat beide Jahresrechnungen einstimmig fest und erteilte Bürgermeister und Verwaltung die Entlastung. kok

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