Grünes Licht für 23 neue Wohnungen

von Redaktion

Ein neues Mehrfamilienhaus soll in Bruckmühls Mitte entstehen. Der Marktausschuss diskutierte zwei Varianten für betreutes und reguläres Wohnen und stimmte beiden Vorhaben zu, trotz Bedenken bei der Parkplatzsituation.

Bruckmühl – Der Marktausschuss beschäftigte sich in seiner aktuellen Januar-Sitzung mit den Kernfragen, wie und in welchem Umfang Bruckmühls Mitte für verschiedene Wohnformen zukunftsorientiert entwickelt werden soll und was in diesem Zusammenhang überhaupt genehmigungsfähig ist. Ausgangspunkt dazu waren zwei Vorbescheidsanträge für das Grundstück im Straßenwinkel Krankenhausweg/Pfarrweg. Nach eingehender Diskussion erhielt die angefragte Kombinationsvariante für betreutes Wohnen und Wohnen einen positiven 11:0-Entscheid, die zweite Alternative für rein betreutes Wohnen einen positiven Mehrheitsentscheid von 8:3 Stimmen.

Kombinationslösung mit Tiefgarage überzeugt

Markus Schwinghammer von der gemeindlichen Bauverwaltung stellte dar, dass das betreffende Grundstück im Straßenwinkel Krankenhausweg/Pfarrweg eine Fläche von 1.665 Quadratmetern umfasst. Das geplante Mehrfamilienhaus weist für beide angefragten Nutzungsalternativen identische Maße auf: eine Länge von gut 36 Metern, eine Breite von 16 Metern und eine Firsthöhe von knapp 14 Metern. Dies gilt auch für die Anzahl von 23 Wohneinheiten.

Für die Alternative eins „Betreutes Wohnen und reines Wohnen“ ist zusätzlich zu den oberirdisch angeordneten zehn Parkflächen eine Tiefgarage (TG) für 22 Autos vorgesehen, die vom nordöstlichen Bereich des Bauareals angefahren werden soll. „Damit ist die Frage verbunden, ob der von der Verwaltung vorgeschlagene Stellplatzschlüssel von 0,5 pro Wohnung für betreutes Wohnen – analog der Verfahrensweise bei einem vergleichbaren Vorhaben im Ortsteil Heufeldmühle – angewandt werden kann“, stellte hierzu der Baufachmann Schwinghammer in den Raum.

Sein abschließendes Gesamtfazit lautete, dass es sich bei der Alternative eins um ein Wohngebäude handelt, das unter Würdigung der nachbarschaftlichen Interessen mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist und dem zugestimmt werden kann. Die erforderlichen Abweichungen von der Stellplatzordnung könnten erteilt werden.

Für SPD/PU-Rat Josef Staudt war die Ausfahrt auf die in diesem Bereich verengte Sonnenwiechser Straße eine grenzwertige Verkehrssituation. Mit einem Augenzwinkern stellte Stefan Mager fest: „Der Architekt hat hier einen Preis gewonnen.“ Damit verband der Grünen-Rat die Frage, ob und in welchem Umfang die Gemeinde noch Einfluss auf die Fassadengestaltung samt Gauben nehmen kann. Letzteres wäre nach Einschätzung von Bürgermeister Richard Richter, CSU/PW, „durchaus einen Versuch wert“. Dies würde seiner Meinung nach auch eine mögliche Verlegung der Fahrstühle ins Gebäudeinnere betreffen. Entspannter sah dies Fraktionskollege Hubert Maier, CSU/PW: „Wir haben hier doch keinen Plattenbau, die TG passt, mit den Planungen können wir doch gut leben.“ Insgesamt stimmte das Kommunalplenum dem Vorbescheidsantrag mit 11:0 Stimmen zu.

Für die Alternative zwei sind die 23 Wohneinheiten ausschließlich für betreutes Wohnen vorgesehen. Auch hier könnte nach Darstellung von Schwinghammer pro Wohnung der Stellplatzschlüssel von 0,5 Parkplätzen angewandt werden. Laut Planungsvorlage sind die daraus resultierenden 14 Parkplätze (inklusive zwei für Besucher und Mitarbeiter der Sozialdienste) oberirdisch nachgewiesen; die TG entfällt.

Harald Höschler sah mögliche Probleme bei der geringen Anzahl von Parkplätzen. „Was ist, wenn aus dem betreuten Wohnen reines Wohnen wird oder werden muss, dann wird es ganz schön eng“, bemängelte der CSU/PW-Rat. Fraktionskollege Hubert Maier hielt dem entgegen: „Die Wohnungen sind größtenteils für ein bis zwei Personen ausgelegt und so klein geschnitten, dass nicht jedes Mietverhältnis automatisch ein oder sogar zwei Autos nach sich zieht.“

Alternative
ohne Tiefgarage

Dem widersprach entschieden Wolfgang Huber. Für ihn wäre es ein Kardinalfehler, so ein großes Gebäude ohne Tiefgarage zu realisieren: „Der Verkehr wird doch in Zukunft mehr anstatt weniger.“ Auch bewegte ihn die Frage: „Es muss doch möglich sein, in der Ortsmitte Wohneigentum für Singles oder junge Paare zu schaffen.“ Für ihn war das Projekt an dieser Stelle der falsche Weg: „Die Fläche ist hierfür zu schade.“ Die abschließende Gesamtbewertung der gemeindlichen Verwaltung lautete wie die der Alternative eins. In der folgenden Abstimmung (8:3) sprachen sich dann drei Mandatsträger gegen den Vorbescheidsantrag aus.

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