Lob für großes Engagement des Vereins

von Redaktion

Die Kolpingsfamilie Bad Aibling zog bei ihrer Jahreshauptversammlung eine positive Bilanz mit zahlreichen Aktivitäten, stabilen Mitgliederzahlen und einem prominenten Neumitglied. Die Gewinnung junger Mitglieder bleibt jedoch eine zentrale Aufgabe für den Verein.

Bad Aibling – Vorsitzender Franz Besel konnte bei der Jahreshauptversammlung der Kolpingsfamilie Bad Aibling auf ein ereignisreiches Jahr mit zahlreichen Aktivitäten zurückblicken. Neben den regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen wie den Monatstreffs und den Spieleabenden erinnerte er in seinem Rückblick insbesondere an die beiden Altmaterialsammlungen, den Kinderfasching, die Nikolausaktion und die Weihnachtsstube an Heiligabend. „Wir haben gemeinsam viel auf die Beine gestellt. Ich danke euch für euren engagierten Einsatz das ganze Jahr über“, sagte Besel.

Der Vorsitzende wertete es als erfreulich, dass die Zahl der Mitglieder mit etwa 250 „ziemlich stabil“ geblieben sei. Dennoch verhehlte er nicht, dass die Nachwuchsarbeit weiterhin ein großer Baustein des Vereins sei. „Junge Leute zur Mitarbeit bei uns zu finden, ist ein Problem“, räumte Besel ein.

Weit mehr als üblich hatte Marlene Liegl im vergangenen Jahr zu tun. Sie sammelt seit rund 30 Jahren nicht mehr benötigte Briefmarken, die ihr gebracht werden, und leitet sie an das Internationale Kolpingwerk in Deutschland mit Sitz in Köln weiter. Mit dem Erlös der bundesweit laufenden Aktion finanziert Kolping die Ausbildung von jungen Menschen in der Dritten Welt. Als der Mangfall-Bote im Herbst vergangenen Jahres über Liegls Tätigkeit berichtet hatte, wuchs der Kreis ihrer Unterstützer rasant. „Ich habe kiloweise Briefmarken erhalten und so viele wie noch nie nach Köln geschickt. Das war wie eine mehrmonatige Halbtagsbeschäftigung“, freute sie sich über die große Resonanz nach der Berichterstattung in der Heimatzeitung.

Solide Finanzen und ein prominentes Neumitglied

Nach Auskunft von Monika Stacheder absolvierten die Kolping-Nikoläuse im vergangenen Jahr 94 Einsätze. Etwa 3.500 Euro an Spenden, die für einen guten Zweck verwendet würden, seien eingegangen. Von derzeit schwierigen Marktverhältnissen berichtete Michael Liegl, der die Altmaterialsammlungen des Vereins koordiniert. „Die Sammelmengen waren relativ stabil. Wegen der Absatzkrise sind die Preise allerdings stark gefallen“, berichtete Liegl. Dennoch wolle man auch heuer wieder die beiden Altkleider- und Altpapiersammlungen wie gewohnt durchführen.

Norbert Kotter informierte die Anwesenden, dass die Weihnachtsstube ein großer Erfolg gewesen sei. Besonders erfreulich sei die Tatsache, dass ein breites Netzwerk an Unterstützern, das mittlerweile weit über den Verein hinausrage, diese Veranstaltung mittrage. Gut angelaufen sei auch die „Aktion Trostkoffer“, die Kolping zusammen mit der Stadtbücherei 2025 ins Leben gerufen habe. Sie ermögliche, dass Kinder und Jugendliche bei einem Trauerfall in der Familie bei Bedarf kostenlos geeignete Literatur erhielten, die ihnen über schwere Stunden hinweghelfen solle.

Nachdem Schatzmeisterin Maria Grünwald von einer soliden Finanzlage des Vereins berichten konnte und Kassenprüfer Gerhard Streng die ordnungsgemäße Führung der Finanzgeschäfte bestätigt hatte, war die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft Formsache. Mit einer Powerpoint-Präsentation ließen Chronist Sepp Davanzo und Vorstandsmitglied Melanie Weiß das vergangene Jahr nochmals anhand zahlreicher Bilder Revue passieren.

Die Kolpingsfamilie konnte an diesem Abend mit Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes und Stadtrat in Bad Aibling, ein prominentes Neumitglied in ihre Reihen aufnehmen.

Präses Georg Neumaier hatte in seinem Grußwort als besonders positives Merkmal der Kolpingarbeit herausgestellt, dass sie einen Gegenpol zur zunehmenden Individualisierung in der Gesellschaft bilde. „Unser Wirken soll deutlich machen, dass das Leben nicht allein aus der Wahrung von Einzelinteressen bestehen kann, sondern im Für- und Miteinander Sinn findet. Dafür steht die Kolpingsfamilie“, sagte der Ruhestandspriester.

Anerkennung für wertvolle Gemeinschaftsarbeit

Bürgermeister Stephan Schlier sprach der Kolpingsfamilie großes Lob für ihre Arbeit aus. Der Verein wirke „maximal gegen den gesellschaftlichen Trend zur Polarisierung und Gruppenbildung“. Kolping baue Brücken und bringe Menschen zusammen. „Das sehe ich zum Beispiel immer sehr deutlich, wenn ich am Heiligen Abend die Weihnachtsstube besuche“, sagte der Bürgermeister. Er dankte dem Verein für sein großes Engagement zum Wohl der Stadt und brachte die Wertschätzung für dessen Arbeit auf einen kurzen Nenner. „Bad Aibling wäre ein Stück weit sozial ärmer, wenn wir Kolping nicht hätten.“

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