Wie ein Wintergarten für Puten

von Redaktion

Kaltscharrräume südlich von Aschhofen dürfen gebaut werden

Feldkirchen-Westerham – Wenn Maße allein entscheiden würden, dann hätte dieser Bauantrag als Großprojekt beraten werden müssen. Längen von 45 bis 129 Meter und Breiten bis zu 22,50 Meter waren auf den Unterlagen zur Sitzung angegeben. Allein die Wandhöhen mit 4,50 Metern und der geringen Dachneigungen ließen erkennen, dass es sich um seitliche Anbauten an die schon bestehenden Hallen handelt.

Laut Vorlage sollen an drei Putenställe südlich von Aschhofen sogenannte Kaltscharrräume angebaut werden. Die Bauverwaltung schreibt dazu, dass diese wettergeschützten, aber unbeheizten Anbauten einen direkten Zugang zu den Ställen ermöglichen. Weiter schreibt die Bauverwaltung, dass die Putenhaltung im Außenbereich bei diesem landwirtschaftlichen Betrieb privilegiert sei. Auf OVB-Nachfrage erklärte der Antragsteller, dass diese Kaltscharrräume gleichermaßen den Puten und dem Verbraucher zugutekommen.

„Den Tieren, weil sie sich da aufhalten können, wo die Temperatur für sie am günstigsten ist.“ Und weiter: „Diese Kaltscharräume sind praktisch mit einem Wintergarten vergleichbar“, sagt der Bauherr. Vorteile sind, dass mittels dieser Anbauten das Tierwohl gesteigert werde und auch die Qualität des Putenfleisches noch weiter verbessert wird. Dieser Bauantrag wurde dann ohne Gegenstimme befürwortet.me

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