Bad Aibling – Der Aiblinger Maler Andreas Legath und der Veranstalter, die Villa María, konnten sich kürzlich über einen großen Besucherandrang bei der Eröffnung der Ausstellung freuen. Denn obwohl die Villa in den 31 Jahren ihres Bestehens zum sechsten Mal eine Ausstellung mit Legath zeigt, war das Interesse ungebrochen groß. Es befanden sich neue Werke darunter, aber auch einiges Bekannte.
Wie immer sind menschenleere Landschaften sein Thema, nur Erde und Himmel in gedämpften Farben nehmen den Betrachter gefangen. Das verleiht den Werken die vom Maler beabsichtigte Eindringlichkeit. Aber dieses Mal gibt es auch einen herbstlichen Strauch mit verblassenden Blättern und mehrere Bäume in der Präsentation.
„Seit es Menschen gibt, versuchen sie, die Künstler, die Welt wahrzunehmen und in Bildern auszudrücken. Wie ist die Welt – und wie fühlt sie sich an? Künstler sind Seismografen dieser Fragen. Übersetzer von Lebensperspektiven. Andreas Legath ist so einer.“ Mit diesen Worten umriss Galerist Ernst Geyer die Persönlichkeit von Legath und dessen Werk. Und er nennt ihn im Folgenden einen barocken Menschen, wobei „barock“ für ihn eine Haltung ist, weniger ein Stil.
Heute folgt Lesung
mit Johanna Schmotz
Immer sei das Anliegen in Legaths Arbeiten das Entstehen und Vergehen, so auch in den neuen Bildern des nahegelegenen Moores, die zum Namen der Ausstellung „Versunkene Landschaften“ beitragen.
Überdies hat Legaths Partnerin, Gitti Mitterer, einen eindrucksvollen Fotoband mit dem Thema „Filze“ gestaltet, der in der Galerie aufliegt – eine Ergänzung zu dieser Ausstellung. Den Hauptanteil der Präsentation jedoch bilden die kargen, baumlosen Landschaften Italiens von Andreas Legath. Mit ihren Titeln wie „Cattedrale“, „Teverina“ oder „Pisticci“ erinnern sie daran, dass Italien nicht nur das Land der Strände und modernen Großstädte, sondern auch der unbewohnten, vergessenen Landschaften ist.
47 Gemälde, in Öl, mit Acryl oder als Radierung gestaltet, machen die Ausstellung erneut spannend. Bis zum 22. Februar ist sie zu sehen. Die Öffnungszeiten sind samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.
Auf zwei Vortragsabende wies Ernst Geyer hin: Der erste findet am heutigen Freitag um 19 Uhr statt. Johanna Schmotz liest aus ihrem Buch „Eingepackt & Mitgenommen: Eine Kindheit zwischen Oberbayern und Papua Neuguinea“.
Am Freitag, 6. Februar, um 19 Uhr folgt dann der Abend mit Max Kronawitter „Ikarus stürzt – Mein Tumor, meine Filme und mein neues Leben“. Für beide Veranstaltungen ist Voranmeldung erbeten in der Galerie Villa María, Rosenheimer Straße 43, per E-Mail an e.c.geyer@t-online.de oder unter Telefon 08061/92770.