Bad Aibling – Hans Sagmeister zeigt in der Galerie im Alten Feuerwehrgerätehaus großformatige Ölbilder mit eigenwilliger Thematik. Jedes Bild erzählt eine Geschichte, die in mehrfacher Hinsicht zum Nachdenken anregt.
Es ist die Absicht des Künstlers, durch seine ungewöhnlichen Darstellungen neue Perspektiven zu eröffnen. Der Themenkreis ist groß und wird von eingespielter Musik begleitet.
In der gut besuchten Galerie begrüßte Martina Thalmayr den aus Samerberg stammenden Maler, der vor seiner Pensionierung Realschullehrer war und nach eigener Aussage seit seiner frühen Kindheit malt. Mensch und Tier spielen gleichermaßen wichtige Rollen, große Affen und kleine Vögel sind malerisch perfekt in den Bildern festgehalten. Viele Werke haben ihre Erläuterung in ausgedruckten Seiten an der Wand hängen, manche erklärte Sagmeister selbst auf Befragen von Martina Thalmayr. Eine riesige Schnecke, die ihr Haus mitschleppt, symbolisiere zum Beispiel die Unfreiheit des Menschen und die Zwänge, denen er unterliegt. Kafkas „Verwandlung“ – ein Mensch mutiert über Nacht zu einem Käfer –, ein riesiger, im Bild festgehaltener Käfer, dazu ein großes Wellblechdach, das ins Bild hineinragt, zeugen davon.
Die Bilder haben fast alle das Format von einem Meter mal einem Meter. Sagmeister sammelt visuelle Eindrücke, die er auf Fotos findet. Diese Fotos stellt er dann zusammen zu einer Bildidee und beginnt, nach Art der alten Meister zu malen. Eine wichtige Rolle spielt bei all seinen Werken die begleitende Musik, sei es Schuberts „Winterreise“, Gustav Mahlers „Des Knaben Wunderhorn“ oder Popmusik aus neuerer Zeit.
Die Ausstellung dauert bis zum 22. Februar und ist im Alten Feuerwehrgerätehaus, Irlachstraße 5, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.