Bad Aibling – 7.345 Gläubige sind dazu aufgerufen, am Sonntag, 1. März, vier neue Pfarrgemeinderäte im Bereich der Stadtkirche Bad Aibling zu wählen. Der größte Wahlbezirk mit 4.484 Stimmberechtigten ist die Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt, zu der auch Ellmosen und Mietraching gehören. 1.562 Wahlberechtigte entscheiden über die Zusammensetzung des Gremiums in der Pfarrgemeinde St. Georg. 1.015 sind in Willing zur Urne gerufen, 284 Kirchenmitglieder in Berbling.
Werben für eine hohe Wahlbeteiligung
In einem Beitrag für die Informationsbroschüre „Stadtkirche aktuell“ nennt Pfarrer Philipp Kielbassa die Pfarrgemeinderäte ein „unentbehrliches Sprachrohr“, welches entscheidend zum Gelingen des kirchlichen Wirkens vor Ort beitrage. Das Gremium nehme die Funktion eines Seismographen und einer Ideenwerkstatt zugleich wahr, sagt er.
„Der Pfarrer kann nicht alle Notwendigkeiten wahrnehmen und schon gar nicht alles Notwendige leisten. Es braucht deshalb einen Pfarrgemeinderat, der sensibel ist für die Wünsche, die Anliegen und auch für die Nöte der Gläubigen und zudem auch gute Ideen entwickeln und umsetzen kann“, so Kielbassa.
Insgesamt stellen sich 35 Kandidaten zur Wahl. Eine Besonderheit stellt diesmal die Liste in der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt dar, die diesmal wieder mehr Bewerber aufweist als Pfarrgemeinderäte benötigt werden. Für die zehn Sitze, die zu vergeben sind, interessieren sich 13 Bewerber. In den anderen drei Pfarrgemeinden ist die Zahl der Namen, die auf der Liste stehen, jeweils identisch mit den zu vergebenden Sitzen.
Kräftig die Werbetrommel für die Teilnahme an der Wahl rührt Renate Gartmeier, die Vorsitzende des Stadtkirchenrates. Auch dieses Gremium muss neu gebildet werden. Über dessen künftige Zusammensetzung entscheiden die neugewählten Pfarrgemeinderäte. „Wer im Pfarrgemeinderat mitarbeitet, kann mitgestalten und nicht nur bei besonderen Terminen im Jahr auch Gemeinschaft teilen“, sagt Gartmeier. Ihr ist vor allem auch wichtig, dass die wahlberechtigten Katholiken die Möglichkeit zur Stimmabgabe möglichst zahlreich nutzen. Wählen darf, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat.
Insgesamt werden drei Möglichkeiten zur Stimmabgabe angeboten: in den jeweiligen Wahllokalen, per Briefwahl oder per Online-Abstimmung, die diözesanweit vom 9. bis 25. Februar durchgeführt wird. Die Möglichkeit zur Online-Wahl begrüßt Gartmeier sehr und untermauert ihre positive Haltung dazu mit einem aktuellen Beispiel aus dem Bereich der Stadtkirche. „Zum Zeitpunkt der Wahl ist eine Gruppe mit Kaplan Banda in dessen indischer Heimat unterwegs. Die können vorher problemlos online wählen“, betont Gartmeier. Die Wahlbenachrichtigungen für das Online-Votum werden in Bad Aibling etwa um den 6. Februar herum verschickt.
Jüngste Bewerber mit jeweils 27 Jahren sind die Schneidermeisterin Johanna Nitsch und die Schreinerin Paula Diermeier, die beide in Mariä Himmelfahrt kandidieren. Mit 91 Jahren ältester Kandidat ist Hans Seifert, der sich in der Pfarrgemeinde St. Georg um ein Mandat bewirbt.
In Mariä Himmelfahrt treten neben Nitsch und Diermeier Volker Blaesig, Edward Browne, Renate Gartmeier, Aline Huber, Markus Martin, Christina Nitsch, Verena Schlier, Michaela Sixt, Katja Stahuber, Ricarda Weber und Adelheid Zehetmaier an. In der Pfarrgemeinde St. Georg bewerben sich außer Seifert Michaela Borsberg, Franz Dax, Georg Gack, Andrea Maier, Sibylle Meißner, Barbara Merk und Hedwig Westphal.
Birgit Baader, Johanna Knorr, Agnes Langer, Helmut Mayr, Maria Stadler, Gabriele Stigloher, Christian Weichinger und Franz Widhammer kandidieren in Willing. Auf der Liste in Berbling stehen Theresia Kink, Patricia Schweiger, Agnes Stadler, Sebastian Stadler, Regina Widhammer und Marlis Wierl.