Bruckmühl – Bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Holzham standen nach einer Nachbetrachtung des 150-jährigen Feuerwehr-Jubiläums sowie dem Finanz- und Wirtschaftsbericht vor allem die Jahresstatistik der aktiven Mannschaft und eine kurze Sachstandsinfo zum Planungsstand des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses im Fokus.
Anspruchsvolles
Einsatzspektrum
Nach der Begrüßung durch Feuerwehrvorsitzenden Josef Huber Junior, der Nachbetrachtung des Jubiläums zum 150-jährigen Bestehen, dem Finanz- und Wirtschaftsbericht von Tim Kaluza und dem Rückblick auf die Gesellschaftsthemen von Schriftführerin Anna-Lena Nitzsche (wie berichtet) ging Fabian Fried mit einem Zahlen-, Daten-, Fakten-Check auf die vergangenen zwölf Monate ein. Sein Fazit: „Das zurückliegende Jahr war ungewohnt ruhig.“
Bei 14 Einsätzen (2024 waren es 39) leisteten die 64 Holzhamer Floriansjünger 378 Einsatzstunden (2024 waren es 1.476). Dennoch war das Einsatzspektrum nach Aussagen des Kommandanten „anspruchsvoll“. Es erstreckte sich von Sicherheitswachen über Brandsituationen und Gasaustritte bis hin zu Verkehrsunfällen mit Personenschäden. Eine nicht gerade alltägliche Herausforderung war der komplexe Motorbrand eines Radladers auf der Kreisstraße RO8. Eine Alarmierung zur Reanimation im Ortsteil Hirschberg sorgte für psychische Belastungsmomente.
Bei den anstehenden 33 unterschiedlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen im Jahr 2026 liegt der Fokus vor allem auf der Ablegung des Leistungszeichens Ende Juni. Die „Gemeindeübung Holzham“ ist auf den 14. März terminiert. Kommandant Fried zeigte sich abschließend mit seiner Feuerwehr-Crew sehr zufrieden, nicht nur aufgrund der erfolgreichen Teilnahmen an den Lehrgängen „Maschinist“, „Gerätewart“ und „Jugendwart“, sondern gerade auch wegen der an den Tag gelegten Einsatzbereitschaft.
Jugendwart Benedikt Karthäuser berichtete von den Aktivitäten der siebenköpfigen Nachwuchs-Crew. Dem jungen Feuerwehrteam attestierte er nicht nur bei den acht abgeleisteten Übungen eine hohe Motivation: „Die jungen Burschen sind mit großem Engagement bei der Sache, besser kann es nicht laufen.“ Als Höhepunkt kam bei den jungen Feuerwehrlern nach Aussage des Jugendwarts das Übungsszenario „Autobrand“ an. Für dieses Jahr steht für die „rote Nachwuchs-Crew“ die MTA-Prüfung ganz oben auf der Liste.
Bürgermeister Richard Richter stellte zum Thema Neubau Feuerwehrgerätehaus (nördlich des Holzhamer Gemeinschaftshauses) klar: „Das Projekt liegt auf einer guten Zeitschiene.“ Einen Ortstermin mit Vertretern des Landratsamts, der Polizei sowie weiterer Fachbehörden bezeichnete er als gut, richtungsweisend und zielorientiert. In dem Zusammenhang dankte er der Holzhamer Wehr für die umfassenden und intensiven Vor- und Planungsarbeiten. Für den nun aufzustellenden Bebauungsplan nannte er ein Zeitfenster von 18 Monaten und den gleichen Zeitrahmen noch einmal für die Bauzeit. Sein Fazit: „Es läuft.“
Kreisbrandinspektor Max Goldbrunner ging auf die aktuelle Situation im Bereich der Inspektion ein. Dabei streifte er die Bereiche Ausbildung, Einsatzfahrzeug-Konzept für den Katastrophenschutz, die mobile Atemschutzanlage sowie die mobile Verwaltungs-Software. Erfreut zeigte er sich, dass die Anzahl der aktiven Feuerwehrler der Inspektion Rosenheim mit 6.682 Floriansjüngern einen weiteren positiven Trend verzeichnet. Wichtig war ihm auch noch der abschließende Hinweis, sich bei psychisch belastenden Einsatzmomenten professionelle Hilfe zu holen: „Das ist ein Zeichen der Stärke, wir sind immer für euch da.“ Einen Dank richtete er zum Schluss an das Engagement der Marktgemeinde für ihre sieben Ortsfeuerwehren.
Neubau des Gerätehauses
schreitet voran
Feuerwehr-Referent der Marktgemeinde Andreas Riedl gab dazu noch einen Überblick über die Ist-Situation der sieben Gemeindewehren mit ihren 377 Aktiven, 80 jungen Nachwuchskräften sowie 34 „Feuerwehr-Kids“ und insgesamt 237 Einsätzen. Danach streifte er noch die Themen Jugendförderung, Jubiläen der Feuerwehren sowie die Ergebnisse der zurückliegenden Kommandantenwahlen und die Modernisierungsmaßnahmen am Feuerwehrgerätehaus in Waith. Für die große Gemeindeübung nannte er als Planungsdatum den 24. Oktober.