Brisante Schlussrechnung

von Redaktion

Kosten für Schulneubau nach zwei Jahren weiter unklar

Bad Aibling – Seit mehr als zwei Jahren ist der Neubau der St.-Georg-Schule in der Bad Aiblinger Sonnenstraße mittlerweile Heimat von Lehrern und Schülern. Doch seitdem ist das Großprojekt damit nicht einfach vom Tisch. Die Frage nach den tatsächlichen Endkosten ist bis heute noch nicht abschließend geklärt. Bereits einige Monate nach Inbetriebnahme konnten die Verantwortlichen bei einem Zwischenbericht im Aiblinger Stadtrat keine genaue, belastbare Hochrechnung für einen neuen Kostenstand abgeben. Grund dafür waren damals noch Endabrechnungen vieler Firmen, die womöglich teils höhere Kosten als ursprünglich erwartet beinhalteten. „Das hängt zum Beispiel mit den Forderungen der ausführenden Firmen aufgrund der verlängerten Bauzeit zusammen“, erklärte ein Projektleiter im März 2024.

Nun, Anfang des Jahres 2026, erkundigte sich Stadtrat Dieter Bräunlich (ÜWG) in der jüngsten Stadtratssitzung zum Stand der Dinge. „Vor anderthalb Jahren hieß es, dass die Schlussrechnung noch kommt“, erklärte er und betonte, dass man jetzt schon sehr lange darauf warten würde. „Ist es denn jetzt bei den 59 Millionen Euro geblieben?“, fragte Bräunlich.

Tatsächlich war der hohe Millionenbetrag, der in den vergangenen Jahren von ursprünglich deutlich niedrigeren Kalkulationen immer höher angestiegen war, oftmals ein Reizthema im Gremium. Doch wo genau die Stadt heute kostentechnisch steht, sei noch immer nicht verlässlich zu beantworten, hieß es nun während der Stadtratssitzung.

„Wir sind da seit Längerem dran“, schickte deshalb Katharina Ansel, Fachbereichsleitung Planen und Bauen, voraus. Allerdings befänden sich noch immer einzelne Rechnungen in Prüfung, die teilweise noch „ausgestritten“ werden müssten. „Wir haben also noch keine Schlussrechnung“, erklärte Ansel, die jedoch im Laufe dieses Jahres mit finalen Ergebnissen rechnet. Bürgermeister Stephan Schlier zeigte sich diesbezüglich jedenfalls vorsichtig optimistisch und sprach von einer Tendenz, die eher „in Richtung 59 und nicht in Richtung 60 Millionen“ geht. Nicolas Bettinger

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