Die Kirche vor Ort aktiv mitgestalten

von Redaktion

Im Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus stehen die Pfarrgemeinderatswahlen an. Am 1. März sind 3.542 Katholiken zur Wahl aufgerufen. Insgesamt 22 Kandidaten stellen sich für die drei Gremien zur Verfügung.

Feldkirchen-Westerham – Im Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus sind am Sonntag, 1. März, 3.542 Katholiken zur Wahl von insgesamt drei neuen Pfarrgemeinderäten aufgerufen. Neben der Pfarrgemeinde Sankt Laurentius in Feldkirchen müssen auch die Gremien für den Bereich Höhenrain und Laus für die nächsten vier Jahre neu besetzt werden.

22 Kandidaten stehen zur Verfügung. 2.717 Katholiken sind in Feldkirchen zur Stimmabgabe aufgerufen, 716 Stimmberechtigte können in der Pfarrei Sankt Michael in Höhenrain zur Urne gehen, und 229 Wahlberechtigte sind in der Kuratie Laus registriert.

Kandidatensuche
als Herausforderung

„Erfreulich ist die gegenüber anderen Pfarrverbänden gute Bereitschaft, für den Pfarrgemeinderat zu kandidieren. Trotzdem war die Kandidatensuche zumindest in der größten der drei Pfarreien diesmal spürbar schwieriger“, berichtet Matthias Ludwig vom „Kollegialen Leitungsteam“, das an der Spitze des Pfarrverbandes steht. Eine laut Ludwig „im Bistum leider einmalige Leitungsform“, die sich hier etabliert hat. Während es in Feldkirchen und Höhenrain nach Auskunft von Ludwig genau so viele Bewerber gibt, wie Sitze in den Gremien zu vergeben sind, sieht die Situation in der Kuratie Laus anders aus.

Dort gibt es acht Interessenten für sieben Sitze, darunter sieben Frauen im Alter von 33 bis 47 Jahren. „Das sind fast vier Prozent der Wahlberechtigten“, freut sich Ludwig über das rege Interesse. In Laus sei es schon fast traditionell, den Kandidaten mit den wenigsten Stimmen nachträglich in das Gremium zu berufen, weiß der Vertreter des Leitungsteams.

Die Bedeutung der Pfarrgemeinderäte unterstreicht Martin Krause, der Vorsitzende des Wahlausschusses für Feldkirchen-Westerham. „Sie gestalten das kirchliche Leben vor Ort und keine von oben eingesetzten Leitungskräfte.“ Dass sich die Kandidatensuche in Feldkirchen als „leider schwieriger als gedacht“ erwies, daraus ergibt sich für Krause eine logische Konsequenz. „Wir wollen dies als Auftrag sehen, die Arbeit im Pfarrgemeinderat besser zu erklären.“

Christoph Zehetmeir, Schriftführer im Wahlausschuss Höhenrain, ist mit der Kandidatensuche in seiner Pfarrgemeinde „eigentlich sehr zufrieden“. Viele von denen, die man gefragt habe, hätten Interesse an einer Kandidatur gezeigt. In einer in der Kirche aufgestellten Box, in die Gottesdienstbesucher Zettel mit Wahlvorschlägen werfen konnten, seien fünf Namen genannt worden. Das habe ihn gefreut. Er habe auch alle Vorgeschlagenen angesprochen, berichtet Zehetmeir.

Stolz ist man im Leitungsteam auf den vergleichsweise relativ niedrigen Altersdurchschnitt der Kandidaten. Die Frisörin Maria Ametsbichler, die in Laus auf der Liste steht, ist mit 33 Jahren die jüngste Bewerberin. Der Pensionist Michael Schmuck, der sich in Feldkirchen um einen Sitz im Pfarrgemeinderat bewirbt, ist mit 75 Jahren der Älteste aus dem gesamten Kandidatenkarussell.

Die Katholiken im Pfarrverband haben neben der Stimmabgabe im Wahllokal noch zwei Möglichkeiten, über die Zusammensetzung der künftigen Pfarrgemeinderäte mitzuentscheiden. Bereits am kommenden Montag, 9. Februar, beginnt das diözesanweite Online-Voting, das bis 25. Februar läuft. Die Wahlbenachrichtigungen für das Online-Votum werden rechtzeitig vorher verschickt. Auch die Möglichkeit zur Briefwahl besteht. Briefwahlunterlagen können ab sofort beim Wahlausschuss beantragt werden und werden ab 9. Februar ausgegeben.

Höhere Beteiligung
durch Online-Wahl

Die Möglichkeit zur Online-Stimmabgabe begrüßt Matthias Ludwig sehr. „Der Aufwand bei der Auszählung wird verringert. Die Wahlbeteiligung ist besser“, ist er überzeugt.

In Feldkirchen stellen sich Verena Atzinger, Elisabeth Fuchs-Braun, Silvia Golshani, Lorenz Humpel, Susanne Schmid, Michael Schmuck, Marlies Schoner, Elisabeth Stacheter und Elke Weber zur Wahl.

Auf der Kandidatenliste in Höhenrain stehen Ulrich Dressler, Maria Ebrecht, Elisabeth Haager, Andreas Messerer, Kathrin Moser, Marlene Plötz und Christoph Zehetmeir.

Um einen Sitz im Pfarrgemeinderat von Laus bewerben sich Maria Ametsbichler, Theresa Bichl, Katharina Biechl, Verena Braun, Monika Hauser, Sabine Stahuber, Monika Weber und Alfred Widmann.

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