Bad Aibling – Der Senat der Faschingsgilde Bad Aibling wurde 1977 als „Ehrengremium“ ins Leben gerufen, um die 1967 gegründete Gilde finanziell und ideell zu unterstützen. Ziel war es, Personen zu finden, die sich mit dem Fasching in Bad Aibling verbunden fühlen und sich diese Unterstützung auch „leisten“ können.
Zu Anfang war der Zulauf groß, zahlreiche Gewerbetreibende sowie Vorstandsmitglieder der Kreditinstitute folgten dem Ruf ebenso wie einige Gründungsmitglieder der Gilde, oft in Personalunion. Ende der 1980er, Anfang der 1990er-Jahre trat ein merklicher Schwund ein, es gab nur noch eine „Handvoll“ Senatoren. Diese machten sich gemeinsam daran, diese Riege zu verstärken – und im Laufe der Zeit wurden es bis zu 25 Unterstützer, geführt vom Senatspräsidenten Konrad Gartmeier. Tod und Wegzug rissen immer wieder Lücken, Gartmeiers Nachfolger Walter Kunze sah sich bestrebt, diese Lücken zu schließen und den „Stamm“ auf etwa 20 Personen zu bringen.
Beim Bal Paré der Gilde (wir berichteten) nahm er nun zusammen mit dem derzeitigen Präsidium mit Christian Ellmayer einen weiteren Senator in das Gremium auf. Kunze stellte ihn als „drittjüngsten Senator“ mit launigen Worten vor: „Mit dir wird unsere Gruppe U50 wieder verstärkt“, freute sich der Senatspräsident und machte gleichzeitig darauf aufmerksam, dass Ellmayer eine „Vergangenheit“ bei der Faschingsgilde Vagen hat, der er auch heute noch angehört.
Als Prinz Christian II. regierte er 2007 die Narren in der westlichsten Landkreis-Gemeinde zusammen mit seiner Prinzessin Elisabeth, beide setzten dann den gemeinsamen Weg fort und gehen als Ehepaar durch das „echte Leben“. Walter Kunze machte auch deutlich: „In den Senat der Faschingsgilde Bad Aibling wird man berufen. Damit verbunden ist die lebenslange Aufgabe das karnevalistische Brauchtum zu fördern und die Protagonisten im Miteinander zu unterstützen“. Für diese Aufgabe sei Christian Ellmayer nicht nur als Regionalleiter der „meine Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee“ prädestiniert, er habe auch ein Herz für die Jugend und fördere diese im gesellschaftlichen Miteinander. Wenn er nicht eben seiner weiteren ehrenamtlichen Tätigkeit als Schriftführer im Wirtschaftsforum Mangfalltal nachgeht, findet man den Ex-Prinzen besonders in der Faschingszeit auf dem Tanzparkett.
Wie ernst er seine neue Aufgabe nimmt, konnten die Besucher des Bal Paré daran erkennen, dass er die Senatskappe, welche er mitsamt Orden als äußeres Zeichen seiner Würde aus den Händen des Bad Aiblinger Prinzenpaares erhielt, im Verlauf des Abends nicht mehr absetzte.
Die weiteren Senatoren, die an diesem Abend anwesend waren, hörten im Gespräch mit ihrem „neuen Kollegen“ vor allem eines heraus: Er freut sich auf viele schöne Begegnungen mit dem gesamten Gremium und vor allem auf den gemeinsamen Endspurt im Fasching 2026. uhe