Bruckmühl/Feldkirchen-Westerham – Der Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bruckmühl mit Feldkirchen-Westerham hatte zur routinemäßigen Gemeindeversammlung eingeladen, die Veranstaltung fand im Anschluss an den sonntäglichen Gottesdienst statt und war gut besucht. Vorstands- mitglied Walter Gladischewski führte durch das Programm.
Regionalbischof
kommt
Die Vertrauensfrau des Kirchenvorstandes, Christel Obermüller, ging zunächst auf die Besetzung der zweiten Pfarrerstelle ein, die zum 1. März erfolgen wird. Die neue Pfarrerin zur Anstellung Johanna Rosin ist 28 Jahre alt, verheiratet und kommt aus Sachsen-Anhalt. Sie hatte sich selbst um die Stelle in Bruckmühl/Feldkirchen-Westerham beworben, wird mit ihrem Mann im Bruckmühler Ortsteil Thalham wohnen und am Sonntag, 8. März, um 10 Uhr in einem feierlichen Gottesdienst in der Emmauskirche von Regionalbischof Thomas Prieto Peral ordiniert werden.
Zum Themenpunkt „Ökumene“ erinnerte Christel Obermüller an verschiedene Aktionen wie ökumenische Exerzitien im Alltag, den Weltgebetstag am 6. März im katholischen Pfarrheim Herz-Jesu in Bruckmühl, das ökumenische Abendlob am 11. April in Bruckmühl, den ökumenischen Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt in Bruckmühl, das Fastenessen am 22. März in Feldkirchen-Westerham und den Festgottesdienst zum 100-jährigen Jubiläum der Herz-Jesu-Kirche in Bruckmühl am 28. Juni mit gleichzeitigem 25-jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Augustin Butacu.
Pfarrer Andreas Strauß erläuterte die prekäre räumliche Situation in der katholischen Pfarrkirche in Feldkirchen-Westerham, wo durch einen Gebäudeschaden die Nutzung des Kirchenraumes stark eingeschränkt sei. Hier sei man in ökumenischer Verbundenheit „eingesprungen“ und habe der katholischen Kirchengemeinde kurzfristig die evangelische Emmauskirche für einen größeren Gottesdienst zur Verfügung gestellt, was dankbar angenommen worden sei. Des Weiteren führte er aus, dass 18 sogenannte Teamer, junge Christen, die den nachrückenden Jugendlichen während ihres Konfirmandenjahres hilfreich zur Seite stehen, sich für diesen Dienst zur Verfügung gestellt hätten. Diese Teamer sollten bei der Ordination von Johanna Rosin in den Ablauf der Feierlichkeiten eingebunden werden.
Das Geburtstagsfrühstück für Senioren 70plus und auch der Begegnungsnachmittag für die ältere Generation liefen gut. Der Kirchengemeinde gehörten derzeit 2924 Personen an, davon seien 1593 weiblich. 21 Kinder seien getauft worden, 147 evangelische Christen seien zugezogen, leider habe man auch 67 Kirchenaustritte verzeichnen müssen.
Thomas Ströse, Nachfolger des langjährigen Kirchenpflegers Mathias Fritzsche, gab einen Einblick in die finanzielle Situation der Kirchengemeinde. Viele Sparmaßnahmen seien bereits umgesetzt worden, auch die Umstellung auf eine neue Buchungssoftware habe man trotz großer Herausforderungen für das Pfarramtssekretariat gemeistert. Den Haushaltsposten „Personalausgaben“ habe man durch den verstärkten Einsatz von Ehrenamtlichen begrenzen können, wie Mesnerdienste und Einsparung der FSJ-Stelle. Bei den Sachausgaben wie Heizung, Gemeindebrief, Geräteinstandhaltung oder Dekanatsumlage habe man kaum Spielraum, die Zuweisungen der Landeskirche würden in Zukunft gekürzt. Auch plane man dort, so Pfarrer Strauß, Kirchengemeinden zusammenzulegen. In Summe sei man aber auf gutem Wege, die Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben zu halten.
Monika Kreich führte aus, dass die von KV-Mitglied Yvonne Donsbach-Schönebeck initiierte Bibellesegruppe eine wertvolle Erfahrung sei für alle Beteiligten, es gäbe einen regen Gedankenaustausch, die Aktion liefe noch drei Monate. Petra Baumgartner erinnerte an den jährlich stattfindenden ökumenischen Vergissmeinnicht-Gottesdienst für demenzkranke Personen und ihre Angehörigen und Pfleger, der immer sehr gut besucht sei und an den Gottesdienst für Paare zum Valentinstag, diesmal am 20. Februar um 19 Uhr in der Emmauskirche.
Auf die notwendige Neuausrichtung der Nutzung der Emmauskirche in naher Zukunft wies Pfarrer Strauß hin; hierzu gäbe es einen Ideen-Workshop, zu dem alle Interessierten eingeladen worden seien. Die verpflichtende Basisschulung zum sog. „Schutzkonzept“ für alle Mitarbeitenden sei angelaufen, Tanja Buchinger und Yvonne Donsbach-Schönebeck stellten sich als erste Ansprechpartner für alle Fragen des persönlichen Schutzes von Jugendlichen und Erwachsenen vor. Es gäbe alle sechs Wochen eine Sprechstunde im Gemeindehaus Bruckmühl. Ziel sei es, auftretende Probleme zu erkennen und bei Bedarf professionelle Hilfe zu organisieren nach dem Motto: Hinschauen und nicht wegschauen!
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Seniorenausflüge
Hellmut Stengel stellte die alle zwei Monate von ihm konzipierten und begleiteten kleinen Seniorenausflüge mit dem Gemeindebus vor: Die sechs Plätze seien immer schnell ausgebucht, die nächsten Fahrten fänden am 10. März und 17. Mai statt.
Zum Schluss gab die Organistin Dr. Ines Gnettner bekannt, dass sie zum Ende des Jahres in den Ruhestand geht und es auch hier intern eine Veränderung geben wird.