1.603 Einsatzstunden für die Allgemeinheit

von Redaktion

Jahresversammlung der Feuerwehr Bad Feilnbach – 84 Einsätze im vergangenen Jahr

Bad Feilnbach – Auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr blickte die Freiwillige Feuerwehr Bad Feilnbach bei ihrer Jahresversammlung zurück. Vorsitzender Korbinian Zehetmair begrüßte die anwesenden Mitglieder sowie die Ehrengäste und stellte zunächst die aktuelle Mitgliederstruktur vor: Insgesamt zählt der Verein 135 Mitglieder, darunter 46 aktive Feuerwehrdienstleistende, neun Jugendliche, die sich auf den aktiven Dienst vorbereiten, sowie 109 passive und fördernde Mitglieder.

In seinem Bericht ließ Zehetmair das vergangene Vereinsjahr Revue passieren. Besonders erfolgreich verlief der Nachtflohmarkt, der sich erneut als Publikumsmagnet erwies. Auch das Adventskonzert von „Kurbi & Friends“ zugunsten der Feuerwehr war ein voller Erfolg. Zudem beteiligte sich die Feuerwehr an mehreren Feuerwehrgründungsfesten.

Umbauten im
Gerätehaus geplant

Erfreulich sei vor allem die gestiegene Spendenbereitschaft der Bevölkerung, die eine große Wertschätzung für die Arbeit der Feuerwehr zeige. Ein besonderer Dank galt Pfarrer Ernst Kögler und der Kirche für die kostenlose Überlassung der Kirche für das Adventskonzert – als Anerkennung für die regelmäßig übernommenen Absperrdienste bei kirchlichen Anlässen.

Der Vorsitzende informierte außerdem über Änderungen bei den Gratulationen zu Geburtstagen. Aktive Feuerwehrdienstleistende erhalten künftig zum 50. und 60. Geburtstag ein Präsent, passive Mitglieder zum 70. Geburtstag, Ehrenmitglieder ab dem 70. Lebensjahr und danach alle fünf Jahre. Eine Teilnahme erfolgt jedoch nur noch auf ausdrückliche Einladung des Jubilars, da Feiern zunehmend im kleinen Kreis stattfinden und eine Beteiligung der Feuerwehr nicht immer gewünscht ist.

Auch organisatorisch gab es Neuerungen. Angeschafft wurde eine neue Vereinssoftware zur Mitgliederverwaltung. Zudem sind Umbauten im Gerätehaus geplant:

Die bisherige Werkstatt wird zur Einsatzzentrale, der Schlauchturm zur neuen Werkstatt. Die Kosten für die Umbauarbeiten werden auf rund 15.000 Euro geschätzt und vom Feuerwehrverein getragen. Kassier Michael Franck berichtete von einem deutlichen Plus in der Vereinskasse. Ein Teil des Vereinsvermögens wurde angelegt, größere Anschaffungen waren eine Übungspuppe für Reanimationen sowie ein neuer Monitor für den Schulungsraum. Die Kassenprüfung bestätigte eine ordnungsgemäße und sorgfältige Kassenführung.

Jugendwart Werner Gruber stellte die Jugendarbeit vor. Insgesamt wurden 27 Übungen abgehalten, die sowohl der feuerwehrtechnischen Ausbildung als auch der Förderung des Teamgeists dienten. Höhepunkte waren eine 24-Stunden-Übung, die Teilnahme am Wissenstest sowie das Ablegen des Jugendleistungsabzeichens.

Kommandant Johannes Roth berichtete von insgesamt 84 Einsätzen im vergangenen Jahr. Darunter waren 21 Brandeinsätze, von denen zwölf Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen waren. Angesichts der Anzahl solcher Anlagen im Einsatzgebiet sei dies vertretbar und im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig. Hinzu kamen drei Kleinbrände, vier größere Brände und zwei Großbrände. Außerdem leistete die Feuerwehr 34 technische Hilfeleistungen, 22 Ersthelfer-Einsätze und sieben Sicherheitswachen. Insgesamt fielen 1.603 Einsatzstunden an.

Während die Brandeinsätze stabil blieben, stieg die Zahl der Ersthelfer-Einsätze stark an. Ein Großteil der Alarmierungen waren Einsätze des Rettungsdienstes, für die die Feuerwehr nicht zuständig sei. Nach einer Anpassung der Alarmierungsrichtlinien rückt die Feuerwehr nun nur noch bei bestimmten Stichwörtern aus, etwa bei einer bewusstlosen Person.

Neben den Einsätzen absolvierten die Aktiven 35 Übungen, zwei Übungssamstage und insgesamt 1.550 Übungsstunden. Darüber hinaus besuchten die Kameraden zahlreiche Lehrgänge, unter anderem für die Absturzsicherung, die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger, Gefahrgut oder übten reale Szenarien im Brandübungscontainer. Wertvolle Erkenntnisse brachte eine Gemeinschaftsübung mit den Ortsfeuerwehren und der Bergwacht zum Szenario „Brand Zimmerei“.

Quad für symbolischen
Euro gekauft

Ein besonderes Projekt war die Übernahme eines Quads: Kamerad Andreas Gandorfer verkaufte sein Fahrzeug für einen symbolischen Euro an den Landkreis Rosenheim, das nun samt Anhänger in Bad Feilnbach stationiert ist. Die Feuerwehr ließ das Quad mit Blaulicht und Funk ausstatten und beschaffte passende Helme. Es kommt künftig bei Waldbränden, Hochwassereinsätzen und zur Erkundung auch außerhalb Bad Feilnbachs zum Einsatz.

Bürgermeister Max Singer sprach der Feuerwehr seinen „Dank von ganzem Herzen“ aus. Die Kameraden nähmen sich Zeit für den Dienst am Nächsten, wofür auch den Familien gedankt werden müsse. Besonders hob er die engagierte Jugendarbeit hervor. Abschließend informierte Kreisbrandrat Richard Schrank über Aktuelles aus der Kreisbrandinspektion.

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