Kreuzung wird durch Kreisverkehr ersetzt

von Redaktion

Um den Unfallschwerpunkt auf der Staatsstraße 2078 in Bruckmühl zu entschärfen, soll ein Kreisverkehr gebaut werden. Erste Informationen zu Baubeginn und den Folgen für Autofahrer wurden nun im Gemeinderat mitgeteilt.

Bruckmühl – Großereignisse werfen ihre Schatten weit voraus. Das trifft nicht nur auf Events und Veranstaltungen, sondern gerade auch auf Bauprojekte zu. Im Speziellen dreht es sich um eine Straßenbaumaßnahme des Straßenbauamtes Rosenheim rund um den dreiarmigen Knotenpunkt der Staatsstraße 2078 und der Kreisstraße RO8, Kirchdorfer Straße.

Straße wird
vollständig gesperrt

Über deren aktuellen Sachstand wurde der Marktgemeinderat in seiner Januar-Sitzung informiert. Nach Erläuterung von Rathauschef Richard Richter (CSU/PW) sollen laut „Planungsstand Jetzt“ Mitte des Jahres die ersten Baumaßnahmen dazu anlaufen.

Gerade wegen der teils schweren Unfälle – auch mit einem tödlichen Ausgang – beim Abzweig von der St 2078 in die Kreisstraße RO8 nach Bruckmühl, hatte bei der Gemeindeverwaltung als auch beim Bruckmühler Marktgemeinderat eine deutliche Minderung des hohen Gefährdungspotenzials oberste Priorität. „Je schneller hier gehandelt wird, umso besser, jeder Unfall, der passiert, ist einer zu viel“, lautete das damalige Verwaltungs- und Rats-Votum.

Die Folge: Nach einer eingehenden Bewertung aller beteiligten Fachbehörden wurde der neuralgische Verkehrspunkt als „Unfallschwerpunkt“ eingestuft. Dieser soll nun im Folgeschritt noch in 2026 mittels einer Kreisverkehrslösung deutlich entschärft werden.

In diesem direkten Zusammenhang plant der Landkreis Rosenheim nun die Kreisstraße RO8, Kirchdorfer Straße, ab der Kreuzung der St 2078 bis ins Ortszentrum zur Sonnenwiechser Straße mit einer bituminösen Oberbauverstärkung zu versehen. Die auf circa drei Wochen angesetzte Bautätigkeit ist in zwei Abschnitten für die diesjährigen Sommerferien eingeplant. Abschnitt 1 betrifft die St 2078 bis zum Gymnasium und Abschnitt 2 das Gymnasium bis zum Abzweig in die Sonnenwiechser Straße.

Nach Aussage des Straßenbauamtes muss hierfür die Straße vollständig gesperrt werden. Die Umleitung des Verkehrs erfolgt für diese Zeit über die Sonnenwiechser und Bahnhofstraße. Dadurch kann auch gleich eine weitere, parallel laufende Baumaßnahme abgewickelt werden, die Erneuerung der Triftbachbrücke in der Müller-zu-Bruck-Straße. Der Anliegerverkehr soll aber bei allen Bautätigkeiten so weit als möglich aufrechterhalten werden. Lediglich während des Asphalteinbaus ist eine vollständige Sperrung für voraussichtlich drei Tage unvermeidbar.

Rathauschef Richard Richter bedauerte in dem Zusammenhang, dass sich aufgrund einer fehlenden Grundstücksabtretung leider kein durchgängiger Fußgänger- und Radweg entlang der Kirchdorfer Straße realisieren lässt. Zu den Baumaßnahmen führte er aus: „Wir haben hier einmal eine große Baustelle und dann lange Zeit wieder Ruhe.“ Abschließend kündigt er noch an, dass die Einzelhändler und Gewerbetreibenden in Kürze über den aktuellen Sachstand informiert werden.

„Sicherlich
für alle nervig“

Fraktionskollege Harald Höschler fand die Bautätigkeiten „sicherlich für alle nervig, aber am Ende mit einem guten Ergebnis“. Grünen-Rat Wolfgang Huber bat Bürgermeister Richard Richter, in Sachen Grundstücksabtretungen noch einmal das Gespräch mit dem betreffenden Eigentümer zu suchen, „vielleicht geht doch noch etwas“. In Summe nahmen die Mandatsträger ohne weiteren Erörterungsbedarf die Informationen des Landkreises zur Kenntnis.

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