Von Sturzfluten bis zu Kindergartenplätzen

von Redaktion

Vagener Gemeinderatskandidaten stellen sich im Boschnhaus vor – Großes Interesse der anwesenden Wähler

Vagen – Gut sechs Wochen vor den Kommunalwahlen der Gemeinde Feldkirchen-Westerham lud der Ortsbeirat Vagen ins Boschnhaus zur Vorstellung der Vagener Gemeinderatskandidaten.

Die Vorsitzenden des Ortsbeirats, Mathias Schmid und Andreas Haimerl, begrüßten gut 60 Besucher, die die Bewerber um einen Posten im Gemeinderat persönlich kennenlernen wollten. So präsentierten sich zu Anfang jeweils die Listenführer und aktuellen Gemeinderäte mit ihren bisherigen Erfahrungen und Plänen für eine weitere Amtsperiode. Aber auch die weiteren Kandidaten meldeten sich nach und nach zu Wort, um zu erläutern, wie sie die jeweilige Liste unterstützen wollten. Neben allgemeinen Themen, wie den Ort Vagen lebenswert zu gestalten, Vereine zu unterstützen, den Zusammenhalt zu fördern und die Nahversorgung zu gewährleisten, waren auch individuelle Ziele zu hören.

Bei der anschließenden Fragerunde nahmen vor allem die amtierenden Gemeinderäte Stellung zu diversen Themen. Als Erstes interessierte die Zuhörer, wie es mit dem denkmalgeschützten und verfallenden Gebäude in der Lindenstraße weitergehen könnte. Bürgermeister Hans Zistl konnte den Ausführungen von Bauausschussmitglied Georg Meixner hinzufügen, dass er bereits Gespräche mit Eigentümer und Denkmalschutzamt geführt habe und die Sache auf einem guten Weg sei.

Auch die Ortstrandbebauung liegt den Bürgern am Herzen, so wurde über die östliche Ortszufahrt bezüglich der Bebauung Feichtlhaus, einer lang erwarteten Querungshilfe und der weiteren Verwendung des Sparkassengebäudes, bei dem bald der Pachtvertrag auslaufen wird, diskutiert.

Breiten Raum nahm auch das seit 2021 laufende Sturzflutmanagement ein. Nach Auswertung diverser Messungen und Hochwasserszenarien gaben Georg Meixner und Carolin Günzl bekannt, dass ein Abschlussbericht Anfang Februar zu erwarten sei.

Intensiv mussten sich die Gemeinderäte auch zu ihren Vorstellungen von sozialem Wohnungsbau und bezahlbarem Wohnungsraum erklären. Dabei stellte Carolin Günzl klar, dass die Gemeinde insbesondere beim Wohnungsbau nur auf eigenem Grund agieren könne.

Beim letzten Thema des Abends ging es um die Bereitstellung von Kindergartenplätzen. Andrea Steiner konnte für den Pfarrkindergarten berichten, dass für das kommende Kindergartenjahr 2026/27 mit vielen freien Plätzen unter anderem aufgrund eines starken Vorschulkinderjahrganges sowie Wohnortwechsel zu rechnen sei. Bürgermeister Zistl konnte bestätigen, dass aktuell die Zahl der Kinder mit Anspruch auf einen Kita-Platz im Gemeindebereich zurückgehe. Laut Bedarfsplanung bis ins Jahr 2035 rechnet man damit, dass in diesem Zeitraum jedem Kind ein Platz zur Verfügung gestellt werden kann. Am ehesten fehle eine Krippengruppe in Vagen.

Im Anschluss gab es noch intensive Gespräche über die aufgenommenen Diskussionsthemen zwischen Gemeinderatsbewerbern und Dorfbewohnern.

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