Bad Aibling/Ellmosen – Zwei besonders spektakuläre Einsätze prägten ein „insgesamt recht ruhiges Jahr“, auf das Kommandant Josef Katzmair bei der Jahreshauptversammlung der Ellmosener Feuerwehr in seinem Bericht zurückblickte.
Am 15. Juni 2025 war die Feuerwehr nach dem Fund einer weiblichen Leiche im Thanner Wald gefordert. Wie sich bereits wenig später herausstellte, war die seit mehreren Monaten vermisste junge Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. „Wir halfen der Polizei bei der Absperrung des Tatortes und leuchteten das Gebiet bei Einbruch der Dunkelheit aus, damit die ersten Ermittlungen vor Ort ungehindert voranschreiten konnten“, berichtete Katzmair.
Ausbildung und
Nachwuchsförderung
Als „kleines Wunder von Thann“ geht ein weiterer nicht alltäglicher Einsatz in die Chronik der Feuerwehr ein, zu dem sie am Gründonnerstag wiederum in den Thanner Wald gerufen worden war.
Im Bereich des durch den Wald führenden Kreuzwegs war auf einem Areal von rund 100 Quadratmetern ein Flächenbrand ausgebrochen, der das Wiesengelände und kleineres Feldgehölz im Umfeld einer dort befindlichen Votivtafel völlig zerstörte. Die Tafel selbst und eine vor ihr befindliche Buchsbepflanzung blieben von den Flammen jedoch verschont. Etwa zwei Dutzend Aktive löschten die Flammen und konnten kaum glauben, dass die hölzerne Kreuzwegstation keinen Schaden davongetragen hatte.
Mehrere technische Hilfeleistungen rundeten das Einsatzgeschehen nach Auskunft des Kommandanten im vergangenen Jahr ab. „Wir waren rund 150 Stunden im Einsatz“, bilanzierte Katzmair. Um den Herausforderungen des Feuerwehrdienstes auch künftig gewachsen zu sein, standen für die 46 Aktiven außerdem mehrere Übungen – zum Teil zusammen mit benachbarten Feuerwehren – und Lehrgänge auf dem Programm. „Unter anderem haben wir eine Gemeinschaftsübung bei der Gasstation in Schmidhausen abgehalten“, bilanzierte Katzmair. Neben der Ausbildung wolle man in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf den Aufbau einer Jugendfeuerwehr legen, so der Kommandant.
Kreisbrandinspektor Max Goldbrunner informierte die Anwesenden über den Abschluss der Umstellung auf die digitale Alarmierung der Feuerwehren und berichtete zudem, dass noch in diesem Jahr die Beschaffung von zwei weiteren Einsatzfahrzeugen im Landkreis geplant sei, die auch für die Fahrschulausbildung genutzt werden könnten. Eines davon werde in Bad Aibling stationiert, so Goldbrunner.
Bürgermeister
spricht seinen Dank aus
Seinem Dank für die Arbeit der Aktiven schloss sich auch Bürgermeister Stephan Schlier an, der der Versammlung ebenfalls beiwohnte. Er informierte die Floriansjünger unter anderem darüber, dass die Rathausverwaltung derzeit die Satzungen für die im Stadtgebiet ansässigen Feuerwehren überarbeite und auf den neuesten Stand anpasse.
Den Floriansjüngern wünschte Schlier „möglichst wenige schwere Einsätze“ und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass sie nach Alarmierungen immer wieder gesund zurückkehren. Über die Neuwahlen der Vorstandschaft und die Ehrung verdienter Mitglieder folgt ein gesonderter Bericht.