Bad Aibling – Bad Aiblings Faschingszug war wieder einmal der schönste und größte seiner Art in der Region. Zumindest herrschte trotz frostiger Außenbedingungen absolut heiße Stimmung beim einzigartigen Gaudiwurm in der Mangfallmetropole.
Magnetische Hingucker waren 23 originelle Themenwagen und Fußgruppen, die sich vom Volksfestplatz ausgehend in Richtung Rosenheimer Straße, Marienplatz, Bahnhof- und Frühlingsstraße sowie zurück zum Ausgangspunkt schlängelten. Bejubelt wurden Gefährte und themenorientierte Maschkerer aus allen Teilen der Region von einigen Tausend überwiegend maskierten Zuschauern am Rande der Zugstrecke.
Mit Beifall wurde Emil Mathe vom AMC Bad Aibling als treuer Partner der Faschingsgilde zu Beginn des verheißungsvollen Zuges begrüßt. Die Dreder Musi, die mit ihrem Aufzug an ihr 80-jähriges Bestehen erinnerte, führte musikalisch den Gaudiwurm an. Jede Menge Guatl ließen Ehrensenat, Präsidium sowie Regenten der Faschingsgilde Bad Aibling, die Garden vom Trachtenverein „Oberlandler“ und die Faschingsgesellschaft Vagen von ihren großen Fahrzeugen regnen. Bewundert wurden die meisterhaft konstruierten Themengespanne namhafter Burschenvereine aus der Region, die sich etwa mit Bauverzögerungen auseinandersetzten.
Fußgruppen bezeugten als Eisbären von Grönland kommend oder als intergalaktische Einwanderer ihre Verbundenheit mit den Aiblinger Faschingsfreunden. Ebenso setzten sich Gruppen mit Themen wie Renteneintrittsalter Grabesruhe, Bundeswehr oder Leben im Dschungel auseinander.
Die Sicherheit der unzähligen gut gelaunten und stimmungsgeladenen Gäste aus dem Altlandkreis und darüber hinaus garantierten Sicherheitsdienste, Security, Polizei, Einheiten der vier freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Aibling sowie sämtliche Rettungsdienste.
Allerdings sorgte die Rückkehr des Winters mit Schnee und begleitender Kälte für Änderungen im ursprünglich vorgesehenen Programm. Um die Gesundheit der Akteure von Kinder-, Jugend- und Erwachsenengarden nicht zu gefährden, verzichteten die Verantwortlichen auf geplante Tanzdarbietungen vor dem Rathaus. Schließlich werden die jungen und tanzfreudigen Mädchen, Damen und Burschen und vor allem die in diesem Jahr regierenden Tollitäten bis zum Kehraus am Faschingsdienstag noch dringend benötigt.
Dennoch gelang es Frau Holle nicht, die Stimmung mit Tanz und Freude in Bad Aiblings größtem Freiluft-Partytempel zwischen Bahnhof, Marienplatz und Ausstellungshalle zu vermiesen. Ganz zur Zufriedenheit gab es einige Haltestellen zur Stärkung mit Dopingmitteln in fester und flüssiger Form.