Lampferding – Die diesjährige Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lampferding wurde geprägt durch die Berichte vom Kommandanten, vom Kreisbrandrat, von Ehrungen und von Neuwahlen der Vorstandschaft des Vereins.
Zu Beginn der Dienstversammlung zählte Kommandant Christoph Huber in seinem Rückblick auf 2025 alle acht Einsätze auf. Hierbei fiel auf, dass die Wehr zu fünf Bränden gerufen wurde, wobei der Hofbrand in Garsbichl in der Nachbargemeinde Emmering der einsatzstärkste war.
Hier hatten die 15 Lampferdinger eine 900 Meter lange Schlauchleitung zu legen und sich um den reibungslosen Ablauf der zusätzlichen Löschwasserversorgung mittels Güllefässern zu kümmern. Nach über sechs Stunden war dieser nächtliche Einsatz beendet.
Interesse der Jugend
soll geweckt werden
Neben diesen Einsätzen führte die Feuerwehr zwölf Übungen und einen Erste-Hilfe-Kurs durch und absolvierte eine Abnahme zum Leistungsabzeichen mit zwei Gruppen. Zum Abschluss informierte Huber noch über den guten Betrieb des Alarmsystems Alamos, über die neue Einsatzkleidung und über das neue Hallentor, das in Zukunft bei einem Alarm selbstständig öffnet. Laut Christoph Huber leisten zurzeit 57 aktive Feuerwehrmänner ihren Dienst in der hiesigen Wehr.
Jugendwart Josef Huber berichtete von den Planungen, einen Jugend-Kinder-Tag bei der Lampferdinger Feuerwehr im Sommer abzuhalten, um das Interesse der Jugend zu wecken, da die Jugendfeuerwehr zurzeit unbesetzt ist.
Kreisbrandrat Richard Schrank informierte die Anwesenden im Feuerwehrhaus über die neuesten Entwicklungen im Landkreis Rosenheim. So führte er unter anderem aus, dass es im Landkreis 7.950 aktive Männer und Frauen im Feuerwehrwesen gibt, diese Zahl glücklicherweise stabil bleibt und dass es im letzten Jahr 4.700 Lehrgangsteilnehmer gab. Außerdem sind im ganzen Bereich 170 Sirenen installiert, von denen 40 auf digitale Alarmierung umgestellt wurden. Mit einem großen Dank an die Gemeinde und an alle Feuerwehrkräfte schloss der Kreisbrandrat seinen Vortrag.
Zu Beginn der Vereinsversammlung berichtet der stellvertretende Vorsitzende Michael Spiegel von den Vereinsaktivitäten. So waren die Floriansjünger bei den Vereinsfesten in Vagen, Mietraching, Holzham und Tuntenhausen zu Besuch. Ferner bauten sie einen Faschingswagen, stellten beim Dullinger den Hochzeitsbaum auf, organisierten das dreitägige Stadlfest und den Glühweinabend und unternahmen Ausflüge nach Südtirol und ins Rosenheimer Herbstfest.
Schriftführer Moritz Gartner erzählte anschließend in heiterer Weise vom Vereinsausflug nach Klausen und vom Besuch der Glockengießerei in Innsbruck. Von den Einnahmen und Ausgaben, die Vereinskasse betreffend, konnte Kassier Martin Wolf nur Gutes berichten: „Der Stadlfestgewinn ist klasse, er ergibt ein schönes Polster.“ Anschließend beschloss die Versammlung eine kleine Satzungsänderung. In Zukunft wird die Vorstandschaft alle vier Jahre, statt wie bisher alle sechs Jahre gewählt. Über die Neuwahl der Vorstandschaft wird gesondert berichtet.
In seinem letzten Grußwort als Bürgermeister ergriff nun Georg Weigl das Wort: „Wichtig für die Gemeinde ist, dass wir immer einsatzfähig sind. Deshalb danke ich den Kommandanten, weil sie immer an vorderster Front stehen und allen 57 Aktiven. Das ist eine stolze Zahl für die Feuerwehr Lampferding.“
Zum Abschluss der Jahresversammlung konnten noch drei Kameraden für ihre 25-jährige aktive Dienstzeit bei der Feuerwehr geehrt werden. Dazu gratulierten Kreisbrandrat Richard Schrank und Kreisbrandmeister Christian Schmidt. Bürgermeister Weigl steckte den geehrten Johann Ametsbichler aus Dettendorf, Lorenz Hauser aus Eisenbartling und Josef Huber aus Lampferding das Ehrenzeichen an.