Schäffler verabschieden sich mit dreifachem „Vivat Hoch“

von Redaktion

Nur alle sieben Jahre tanzen die Kolbermoorer Schäffler, und traditionell ist am letzten Faschingswochenende das Ende der Auftritte. In dieses „Finale“ startete die diesjährige Tanzgruppe in Mietraching vor dem Gasthaus Kriechbaumer, wo sich schon am Morgen eine große Schar Schaulustiger eingefunden hatte. Musikalisch begleitet von der Blaskapelle „Am Wasen“ zeigten die Tänzer nach dem Gruß an die Auftraggeber sowie dem Auftanz ihre Figuren wie „Königsschlange“, „Laube“, „Kreuz“, „Quadrille“ und als Höhepunkt die „Krone“. Jede Figur hat eine eigene Bedeutung und erinnert an die Zeit nach der Pest, die zu Anfang des 16. Jahrhunderts wütete. Damals waren Schäffler die ersten, die nach Ende der „schwarzen Seuche“ auf die Straßen gingen und somit die Menschen wieder aus deren Häusern holten. Nach dem „Fassklopfen“ und „Changieren“ (Schwingen der Buchsbögen gegeneinander) stieg Christian Staudinger als Schäfflermeister auf das Fass und schwang die Reifen, mit den vollen Schnaps-Stamperln, ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten. Mit einem dreifachen „Vivat Hoch“ wünschte er allen Umstehenden eine gute Zeit bis zum nächsten Schäfflertanz im Jahr 2033. Tradition hat es auch, dass der Kasperl auf das Fass steigt und mit launigen Versen die Zuschauer oder das Geschehen im Ort aufs Korn nimmt. Auch in Mietraching kannte er sich gut aus und hatte die Lacher auf seiner Seite. Fotos / Text Hecht

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